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International: Copa del Rey - Der FC Barcelona gewinnt bei Real Madrid

Jose Mourinho wollte seine weiße Pokalweste gegen den FC Barcelona bewahren, nachdem er im vergangenen Jahr das Finale im Cope del Rey mit 1:0 gewonnen hatte. Und es sah auch gut aus, da sein Team höchst effizient arbeitete und die einzige Chance zur Führung nutzte. Ein Tritt von Pepe brachte aber die Wende.

Der FC Barcelona hat das Viertelfinal-Hinspiel im Copa del Rey bei Real Madrid mit 2:1 gewonnen. Die Katalanen waren dabei die bessere Mannschaft, verpassten es aber zunächst, aus den viele Chancen Kapital zu schlagen. Cristiano Ronaldo brachte die Hausherren dann in der elften Minute in Führung, doch die Gäste drehten die Partie in Durchgang zwei.

In den ersten 45 Minuten hatte Barca noch einige Chancen liegen gelassen, direkt nach dem Wechsel war es dann Carles Puyol (49.), der per Kopf für den Ausgleich sorgte. Eric Abidal erzielte dann das 2:1, nachdem er mustergültig von Lionel Messi bedient wurde. Zuvor war Pepe dem Argentinier völlig unnötig auf die Hand gestiegen, als dieser am Boden lag.

Wenig Wechsel auf beiden Seiten

Jose Mourinho konnte nur einen von acht Clasicos bisher gewinnen, dabei kassierte er drei Niederlagen und vier Mal teilte man sich die Punkte. Der einzige Sieg resultierte aus dem Finalerfolg des letzten Jahres, als Cristiano Ronaldo das entscheidende 1:0 in der Verlängerung des Copa des Rey erzielte.

Im Viertelfinal-Hinspiel brachte Barca-Coach Pep Guardiola mit Jose Pinto einen neuen Torhüter, vertraute ansonsten den üblichen Verdächtigen. Auch Jose Mourinho hatte sich etwas einfallen lassen, denn mit Hamit Altintop stand ein Spieler auf dem Feld, der seit seinem Wechsel zu dem Madrilenen nicht unbedingt viel Spielzeit bekommen hatte.

Die Anfangsphase ließ trotz des Mitwirkens vieler Stars und der Vorschusslorbeeren sehr zu wünschen übrig. Die Gäste aus Barcelona probierten es zunächst mit langen Bällen, den Gastgebern fiel überhaupt nichts ein, was ein schönes Spiel hätte begünstigen können. Doch im Fußball kann es schnell gehen. Karim Benzema schickte seinen Kollegen Ronaldo mit einem Steilpass auf die Reise und der Portugiese traf aus spitzem Winkel das Tor – tunnelte dabei den unglücklich aussehenden Pinto (11.).

Barca trifft das Tor nicht

Auf einmal war Tempo im Spiel. Iniesta probierte sich an einem Flachschuss (14.) und Alexis Sanchez traf per Kopf nur den Pfosten (16.). Die Katalanen versuchten es nun mit ihrem gewohnten Spiel, hielten den Ball, um dann schnell in die Spitze zu spielen. Altintop unterstützte dieses Vorhaben mit einem Ballverlust, doch Messi scheiterte an der Hand von Iker Casillas und dem Pfosten (25.).

Von Real kam nun überhaupt nichts mehr, während Iniesta nach Kombination über Xavi und Sanchez am Tor vorbeizielte (29.) und Casillas in höchster Not per Kopf rettete. Danach nahm auch Barcelona sich eine kleine Auszeit und bis zur Pause passierte dann auch nicht mehr viel. Real nahm dank der 100-prozentigen Chancenverwertung die 1:0-Führung mit in die Kabine.

So schluderig die Gäste mit den Chancen in der ersten Hälfte umgegangen waren, so zielstrebig nickte Carles Puyol eine Ecke in der 49. Minute in die Maschen. Der im Mittelfeld agierende Pepe stand nicht eng genug beim Barca-Inventar und so stand es 1:1. Madrid hatte nun Probleme, den Schalter wieder umzulegen und die Gäste machten weiter Druck. Iniesta traf nach feinem Lupfer von Cesc Fabregas jedoch nur das Lattenkreuz (55.).

Pepe tritt und dreht das Spiel

Die Elf von Guardiola hiel den Ball in 70 Prozent der Fälle in den eigenen Reihen und trotzdem wäre diese Zahl beinahe Makulatur gewesen und hätte sich der enormen Effizienz der Königlichen unterordnen müssen. Denn nach Altintop-Flanke traf Benzema nur den Pfosten (57.) - eins der wenigen Lebenszeichen von Real. Deswegen brachte Jose Mourinho auch Mesut Özil und Callejon.

20 Minuten waren noch zu absolvieren und es wurde hitziger. Nicht zuletzt deswegen, da Pepe Messi absichtlich auf die Hand trat, der Unparteiische es aber nicht ahndete. Jener Messi war es dann, der mit seiner ersten wirklich guten Aktion den Geniestreich auspackte und mit einem Traumpass Abidal bediente. Der Außenverteidiger hatte dann wenig Mühe, den Ball vorbei an Casillas ins Tor zu schieben (77.).

Die Gastgeber brachten keinen Konter mehr zustande und schließlich blieb es beim 1:2 aus Sicht der Madrilenen - wahrlich keine gute Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche. Es war sicherlich keine glanzvolle Partie, doch auch nur das Vorspiel zum Showdown in einer Woche.

Gunnar Beuth

sportal.de / sportal

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