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International Manchester United gewinnt bei den Spurs mit 3 -1


Wayne Rooney traf gegen seinen Lieblingsgegner, sodass Manchester United dem Lokalrivalen City auf den Fersen bleibt. Tottenham gelang es zum 26. Mal in Folge nicht, gegen United zu gewinnen und spürt nun seinerseits Arsenals heißen Atem.

Zum Abschluss des 27. Spieltags kam es in der Premier League zum Topspiel des Tabellenvierten gegen den Tabellenzweiten, Tottenham Hotspur gegen Manchester United, das die Gäste mit 3:1 (1:0) für sich entscheiden konnten.

Die Schlagzeilen in England beherrschte allerdings die Entlassung von André Villas-Boas beim FC Chelsea. Der Portugiese musste nach der 0:1-Niederlage bei West Brom, dem nächsten Gegner von Man Utd, seinen Hut nehmen.

Di Matteo achter Coach unter Abramovich

“Unglücklicherweise sind die Resultate und die Leistungen des Teams nicht gut genug gewesen und zeigten keine Zeichen von Verbesserung in diesem Schlüsselmoment der Saison“, teilte der Club auf seiner Homepage mit. Zum Interimstrainer wurde bis zum Ende der Premier League-Saison Co-Trainer Roberto di Matteo bestimmt.

“Der Club ist immer noch in den letzten Phasen der Champions League und im FA-Cup dabei, außerdem spielt er noch um einen Top-Vier-Platz in der Premier League“, teilten die Londoner weiter mit. “Und wir wollen an allen Fronten so wettbewerbsfähig wie möglich bleiben. Vor diesem Hintergrund hatten wir das Gefühl, dass dieser Wechsel unsere einzige Option war.“

Villas-Boas hatte erst zu Saisonbeginn seine Arbeit aufgenommen. Der 34-Jährige war der Wunschtrainer des Clubbesitzers Roman Abramovich. Für ihn wurden 15 Millionen Euro Ablöse an den FC Porto überwiesen. Villas-Boas ist der siebte Trainer in acht Jahren, der von Abramovich geschasst wurde.

Tottenham stellt das Mittelfeld um

Tottenhams Coach Harry Redknapp musste nach dem 2:5 bei Arsenal das Mittelfeld auf drei Positionen umkrempeln. Für Scott Parker (Gelb-Rote-Karte), Gareth Bale (verletzt) und Niko Kranjcar (Bank) begannen Aaron Lennon, Jake Livermore und der Brasilianer Sandro. Im 4-4-2 bildeten wieder Emmanuel Adebayor und Ex-United-Profi Louis Saha, der in vier Spielen für die Spurs drei Treffer und eine Vorlage auf seinem Konto hat, das Sturmduo.

Alex Ferguson brachte Ashley Young für Ryan Giggs, der beim späten 2:1-Sieg in Norwich in seinem 900. Einsatz für United noch den Siegtreffer erzielt hatte, und der wieder genesene Wayne Rooney ersetzte Javier Hernández im Sturm.

Nach gutem Beginn von Manchester übernahmen die Spurs im Verlauf des Spiels die Initiative, taten sich aber schwer, in den Sechzehner der Gäste zu kommen. Eine erste gute Möglichkeit bot sich Adebayor. Ein schwacher Abstoß von David de Gea landete beim Togolesen, seinen Schuss konnte der United-Keeper dann aber mit beiden Fäusten parieren (20.).

Saha verpasst, Rooney schlägt zu

In der 37. jubelten dann die Heimfans – aber nur kurz. Adebayors Treffer wurde wegen Handspiels abgepfiffen. Saha kam aus fünf Metern zum Abschluss, schoss dabei aber seinen Kollegen auf der Torlinie an und traf dessen Arm. Adebayor lenkte den Ball dann noch artistisch per Hacke ins Netz, aber Referee Martin Atkinson hatte auf Handspiel entschieden.

Eine knifflige Entscheidung, denn Adebayor konnte dem Ball nicht wirklich ausweichen. Allerdings hätte Saha jede Diskussion überflüssig machen können, wäre sein Schuss besser platziert gewesen. Hätte er nicht Adebayor getroffen, hätte auch noch Patrice Evra den Ball blocken können.

Kurz vor der Pause schlugen die Gäste dann eiskalt zu. Nach einer Ecke von Young konnte Kyle Walker Rooney nicht folgen und der United-Star köpfte aus fünf Metern zur 1:0-Führung ein. Es war sein siebter Treffer in den letzten acht Ligaspielen gegen die Spurs, der 18. in dieser Saison. Ein schmeichelhafter Zwischenstand für United – und das ohne den großen Peter.

Zweimal Young sorgt für die Entscheidung

Auch in Durchgang zwei hatten die Spurs mehr vom Spiel und auch die erste Chance. Ein Freistoß von Linksverteidiger Benoit Assou-Ekotto landete aber auf der Latte des Kastens von De Gea (58.). Die Tore fielen aber wieder auf der anderen Seite. Der letzte Mohikaner des Mittelfeld-Quartetts, Luka Modric, pennte bei einem Einwurf von Phil Jones, die folgende Flanke landete am zweiten Pfosten bei Young, der per Seitfallzieher ins lange Eck zum 2:0 vollendete (60.).

Zeit für Alex Ferguson, Ryan Giggs zu seinem nächsten Einsatz zu verhefen, Paul Scholes ging für ihn vom Platz (61.). In der 69. war es dann wieder Young, der den Spurs den Todesstoß versetzte. Die Tottenhamer Abwehr bestaunte, wie sich Young die lange Ecke ausguckte und den Ball ins obere Eck zirkelte.

Der Rest der Partie plätscherte dann dahin, Jermain Defoe sorgte noch für Ergebniskosmetik (88.). Am Ende gewann United ungefährdet und wurde von den Spurs auch im 26. Pflichtspiel in Folge (22 Ligaspiele) nicht bezwungen. Für Tottenham, das nun zum FC Everton reisen muss, war es die zudem erste Heimniederlage nach zwölf Spielen (zehn Siege, zwei Unentschieden). Das letzte Mal gewann City im August mit 5:1 bei den Spurs, nun gab es die nächste bittere Niederlage gegen ein Team aus Manchester.

Daniel Bruckbauer

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