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FC Bayern München Lungenprobleme nach Corona-Infektion: Kimmich fällt für Rest der Hinrunde aus

Joshua Kimmich leidet an den Folgen seiner Coronainfektion, auch wenn er er nur leichte Symptome gezeigt hat 
Joshua Kimmich leidet an den Folgen seiner Coronainfektion, auch wenn er nur leichte Symptome gezeigt hat 
© Sven Hoppe / DPA
Der FC Bayern München hat mitgeteilt, dass Joshua Kimmich bis zum Ende des Jahres nicht mehr zum Einsatz kommt. Nach seiner Corona-Infektion hat der Nationalspieler Probleme mit der Lunge.

Der FC Bayern hat mitgeteilt, dass Joshua Kimmich bis zum Jahresende keinen Einsatz mehr bestreiten wird. Damit verpasst der Nationalspieler die drei restlichen Spiele des Jahres gegen den FSV Mainz 05, den VfB Stuttgart und den VfL Wolfsburg. Kimmich hatte gerade erst seine Corona-Quarantäne beendet, Untersuchungen ergaben aber, dass sich als Folge der Corona-Infektion Wasser in seiner Lunge eingelagert hat.

Auf der Homepage des Klubs wird der 26-Jährige mit folgenden Worten zitiert: "Ich freue mich, dass meine corona-bedingte Quarantäne beendet ist. Mir geht es sehr gut, allerdings kann ich aufgrund von leichten Infiltrationen in der Lunge aktuell noch nicht voll trainieren. Ich werde daher ein Aufbautraining absolvieren und kann es kaum abwarten, im Januar wieder voll mit dabei zu sein."

Ob Joshua Kimmich sich jetzt impfen lässt, ist nicht bekannt

Kimmich fehlt den Bayern bereits seit vier Wochen. Zuerst musste der Ungeimpfte als Kontaktperson des infizierten Mitspielers Niklas Süle in die Isolation, daran schloss sich eine zweite Quarantäne an, weil Kimmich Kontakt zu einer infizierten Person aus seinem privaten Umfeld hatte. Schließlich stellte sich heraus, dass der Spieler selbst infiziert ist.

Vor dem Spiel gegen den FC Barcelona hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic am Abend zuvor noch die frohe Botschaft vom Ende von Kimmichs Quarantäne verkündet. Salihamidzic verwies zwar noch auf ärztliche Untersuchungen, gab sich aber nach inzwischen einem Monat Wettkampfpause des 26-jährigen Kimmich durchaus optimistisch. "Ich kenne unseren Jo, der wird natürlich alles geben, um schnell wieder zurückzukommen." Das klappt erstmal nicht - trotz der Freitestung.

Der Mittelfeldspieler gehört zu einer kleinen Gruppe von Bayern-Profis, die sich bislang einer Impfung verweigern. Dazu gehört wohl auch Eric Maxim Choupo-Moting, der dem Verein ebenfalls wegen einer gerade überstandenen Infektion mit Symptomen fehlen wird. Nach Kimmichs öffentlichen Aussagen zum Thema war eine hitzige Debatte um Impfverweigerer im Profi-Fußball und um Kimmich selbst entbrannt. Der Verein erhöhte den Druck auf die Spieler, sich impfen zu lassen und kürzte sogar das Gehalt für die Zeit der Quarantäne. Ob Kimmich sich demnächst impfen lassen wird, ist unbekannt.

Auch Profi-Sportler laufen Gefahr, Long Covid zu bekommen

Dabei ist das Risiko einer Long-Covid-Erkrankung insbesondere für Profi-Sportler durchaus gegeben, auch wenn man während der Infektion nur milde Symptome hatte. Im ungünstigsten Fall könnten Kimmichs Lungenprobleme einem Experten zufolge lange anhalten. "Wir kennen bei Corona Fälle, die sich schnell zurückbilden und wir kennen Fälle, die wirklich lange brauchen, bis sie sich zurückbilden, selbst bei initial leichten Verläufen", sagte der Intensivmediziner Christian Karagiannidis am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Ihm seien Patienten bekannt, die bis zu ein Jahr lang mit den Folgen der Erkrankung in der Lunge zu kämpfen hatten.

Quellen: FC Bayern München, DPA

tis

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