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Jürgen Klinsmann: Flucht ins Fernsehen

Vor kurzem hatte er noch ein fettes Angebot vom FC Chelsea auf dem Tisch liegen. Da kniff Jürgen Klinsmann noch. Und jetzt wissen wir auch warum: Der ehemalige Bundestrainer wird lieber TV-Experte beim deutschen Pay-TV-Sender Arena.

Ein Jahr nach dem Ende seiner Tätigkeit als Fußball-Nationaltrainer kehrt Jürgen Klinsmann für eine neue berufliche Aufgabe nach Deutschland zurück. Der Pay-TV-Sender Arena bestätigte in München die Verpflichtung des 42-Jährigen als Fußball-Experten für die neue Saison. Klinsmann und der TV-Sender einigten sich auf eine zweijährige Zusammenarbeit, die auch Auftritte des Weltmeisters von 1990 bei Werbe-Kampagnen, Film-Drehs und PR- Aktionen vorsieht.

"Ich hatte viele Angebote nach der WM wieder nach Europa zu kommen, aber Arena ist der erste Partner, der mich inhaltlich überzeugt hat", sagte Klinsmann in einer vom Sender übermittelten Stellungnahme. Das neue Format mit Jürgen Klinsmann wird zu ausgewählten Topspielen der Bundesliga, der spanischen Primera Division und der englischen Premier League eingesetzt. Er trete dort als "globaler Fußball-Trendsetter auf, der mit den Stars und Trainern diskutiert, Taktiken untersucht, Spiel- und Leistungsvermögen der Mannschaften mit neuen Analysetools überprüft", hieß es von Seiten des Senders weiter.

Arena wichtigster Geldgeber der DFL

"Ich sehe mich nicht als klassischer TV-Experte. Ganz einfach nur als Beobachter, der genauso viel Spaß am Fußball hat wie jeder andere Fan und ich hoffe, die Zuschauer werden interessante Einblicke bekommen", betonte der ehemalige Bundestrainer. Klinsmann hatte in seiner bislang neunmonatigen Auszeit mehrere Angebote, wieder als Trainer zu arbeiten. Konkret war eine Offerte des Fußballverbandes der USA. Erst in der Vorwoche war über ein Interesse des englischen Meisters FC Chelsea spekuliert worden.

Der Bezahlsender Arena zahlt als neuer TV-Partner der Deutschen Fußball Liga rund 220 Millionen Euro pro Jahr. Der Pay TV-Kanal ist damit vor der ARD mit der Sportschau (100 Millionen) der wichtigste Geldgeber.

DPA / DPA

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