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Bayern-Boss vs. Fußballbund: Rummenigge schießt gegen den DFB - "durchsetzt von Amateuren"

Karl-Heinz Rummenigge hat wegen des WM-Debakels in Russland zum Rundumschlag gegen den DFB ausgeholt. Auch zu Joachim Löw und Mesut Özil äußerte er sich in aller Deutlichkeit.

Deutliche Vorwürfe in Richtung DFB: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge

Deutliche Vorwürfe in Richtung DFB: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge

Getty Images

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat das Krisenmanagement des Deutschen Fußball-Bundes ( ) nach dem WM-Debakel in Russland scharf kritisiert und die Verbandsführung als Amateure abgekanzelt. "Ich bin ein Stück irritiert und auch erstaunt über das, was man beim DFB so als Krisenbewältigung versteht, weil mir da so ein bisschen die Fußballkompetenz fehlt", sagte Rummenigge in München und fühlte sich an das Jahr 2000 erinnert, als die Nationalmannschaft bei der EM schon in der Vorrunde gescheitert war.

"Mir fehlt da ein bisschen im Moment einfach die klare professionelle Handhabung der Krisenbewältigung. Es wundert mich allerdings auch nicht, weil der DFB ist eigentlich nur noch durchsetzt von Amateuren", sagte . An der Spitze des DFB steht derzeit Reinhard Grindel. Bundestrainer Joachim Löw und Nationalteammanager Oliver Bierhoff arbeiten derzeit in Frankfurt das WM-Desaster mit dem Vorrundenaus auf.

Karl-Heinz Rummenigge hat auch Personalverschläge

Rummenigge präsentierte einen personellen Vorschlag für den Verband. Er tat kund, dass er einen Posten für begrüßen würde. "Ich halte Philipp Lahm und seinen Berater Roman Grill als perfekt passend für den DFB, weil Philipp diese Qualität hat, möglicherweise für einen Verband zu arbeiten. Das wäre vielleicht eine interessante Lösung", sagte Rummenigge. Der Bayern-Boss könnte sich für den langjährigen Bayern-Spieler und Kapitän der Weltmeisterelf von 2014 zum Beispiel eine Stelle als Vizepräsident vorstellen, "um dem Präsidium ein Stück mehr Professionalität zu geben."

An einer Personalie will Rummenigge nicht rütteln. Der Bayern-Boss begrüßte ausdrücklich das Festhalten an Bundestrainer ."Man sollte Jogi Löw die Chance geben, er hat zwölf Jahre lang einen überragenden Job gemacht", sagte er. "Einem solchen Mann ist man dann trotzdem auch ein Stück weit zur Dankbarkeit verpflichtet und deshalb ist es in dieser Richtung die richtige Entscheidung, Jogi Löw weiterhin mit der Betreuung zu beauftragen."

Rummenigge: Özil ist kein exklusiver Sündenbock

Zu guter Letzt kam er auf den Fall Mesut Özil zu sprechen, den er in Schutz nahm. "Es ist offensichtlich nicht gut gehandhabt worden, aber ich glaube, Mesut Özil als exklusiven Sündenbock darzustellen, sorry, das finde ich für weit überzogen", sagte Rummenigge.

tis/feh / DPA

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