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Genervter Weltmeister Podolskis Abrechnung mit der türkischen "Lügenpresse" - und mit Böhmermann


Irgendwann reicht es auch einer rheinischen Frohnatur wie Lukas Podolski: Auf einer Pressekonferenz hat sich der Stürmer bitterlich über die türkische Presse beklagt. Und auch Jan Böhmermann bekam sein Fett weg.

Lukas Podolski wird auf seine alten Tage anscheinend etwas empfindlich: Auf einer eigens einberufenden Pressekonferenz hat sich der Weltmeister über die Berichterstattung über ihn in der türkischen Presse beschwert. "Wenn man anfängt, zu lügen und Geschichten zu erfinden, ist das nicht korrekt", sagte Podolski in Istanbul. Der Galatasaray-Stürmer bezog sich dabei unter anderem auf angebliche Wechselabsichten.

Lukas Podolski will nicht wechseln

Mit sportlicher Kritik habe er kein Problem, so der der 30-Jährige, aber die Spekulationen führten dazu, dass bei deutschen Medien und Fans falsche Informationen ankommen würden. "Das macht man als Journalist nicht", sagte Podolski. "Es wird immer spekuliert und geschrieben, damit muss man als Fußballer leben. Ich habe nie gesagt, dass ich wechseln werde oder Angebote habe."


Podolskis Verhalten und vorgebliche Wechselabsichten waren in den vergangenen Wochen in türkischen Medien ein regelmäßiges Thema. Mit Galatasaray steht er nur auf dem achten Platz der Süper Lig. Das sei eine "unschöne Situation", sagte Podolski. Ziel sei, die Europapokalplätze zu erreichen und den Pokal zu gewinnen. In der nächsten Saison wolle man dann "wieder neu angreifen".

Podolski und Böhmermann werden keine Freunde mehr

Kurz nach seinem Statement genehmigte sich Podolski auf Twitter noch einen Seitenhieb auf Jan Böhmermann, der wegen seiner Schmähkritik gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in der Kritik steht. "Lieber Jan, wer immer nur auf Kosten anderer austeilt, der kriegt irgendwann den Boomerang zurück", schrieb er.

Die beiden verbindet seit zehn Jahren eine eher unfreundliche Beziehung zueinander. Vor und während der Weltmeisterschaft 2006 hatte Böhmermann, damals noch beim WDR im Radio tätig, in der Reihe 'Lukas' Tagebuch" Podolski regelmäßig durch den Kakao gezogen. So schob er dem damals noch beim 1. FC. Köln spielenden Profi das Zitat "Fußball ist wie Schach - nur ohne Würfel" unter. Der Komiker wurde deswegen und wegen anderer Scherze von Poldis Management verklagt, weil es der Ansicht war, ihr Schützling werde als trampeliger Fußball-Prolet dargestellt.

nik/DPA

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