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stern exklusiv Mario Gomez über den Terror: "Wir können nur weitermachen"


Er wollte gegen Frankreich und die Niederlande nur sein Comeback in der Nationalelf feiern. Doch dann kam der Terror. Mario Gomez spricht im stern-Interview über die schwersten Tage seiner Fußballkarriere.
Von Matthias Schneider

Fußball-Nationalspieler Mario Gomez hat Oliver Bierhoff, dem Manager der DFB-Elf, als auch den Behörden in Paris vor Ort rund um die Terror-Anschläge am Stade de France ein exzellentes Krisenmanagement attestiert. "Oliver Bierhoff hat extrem gut vermittelt. Er hat uns das Gefühl gegeben, dass im Stadion alles unter Kontrolle ist. Rund ums Stadion wurden die richtigen Entscheidungen getroffen", sagte der Stürmer von Besiktas Istanbul in einem Interview in der aktuellen Ausgabe des stern.

Gomez, der als erster Spieler ausführlich über die schrecklichen Ereignisse rund um das Team sprach, erklärte weiter, dass ihm vor allem die Ereignisse in Paris zugesetzt hätten: "Mich hat das extrem bewegt. Ich sah die Bilder, man denkt an diese Menschen, ihre Familien. Ist traurig. Man versucht zu verarbeiten und zu verdrängen." Bei den Attentaten waren insgesamt 130 Menschen ermordet worden.

"Als sei man Teil eines Films"

Um sein Leben fürchtete der nach über einem Jahr ins Nationalteam zurückgekehrte Gomez allerdings zu keiner Zeit. Er habe erst nach der Partie in der französischen Hauptstadt von den drei Attentaten vor dem Stadion erfahren.

Zur Spielabsage in Hannover, die der Elf erst auf dem Weg ins Stadion überbracht worden war, sagte Gomez dem stern: "Man konnte das gar nicht glauben. Es war verrückt. Komisch. Surreal. Als sei man Teil eines Films." Bei aller Trauer habe sich die Einstellung zu seinem Sport aber nicht grundsätzlich geändert: "Wir alle können doch nur weitermachen, eine andere Option gibt es nicht.“


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