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Ehemaliger Sportdirektor: Matthias Sammer: "Froh und glücklich, bei Bayern aufgehört zu haben"

Bayerns Ex-Sportdirektor Matthias Sammer bereut die Entscheidung nicht, den Rekordmeister verlassen zu haben. Das Verhalten des alten neuen Präsidenten Uli Hoeneß sieht er kritisch: "So geht man nicht miteinander um."

Matthias Sammer kehrt nun als TV-Experte ins Fußballgeschäft zurück

Matthias Sammer kehrt nun als TV-Experte ins Fußballgeschäft zurück

Erst pausierte er aus gesundheitlichen Gründen, im Juli 2016 schließlich gab Matthias Sammer seinen Sportdirektor-Posten beim FC Bayern München endgültig auf. Nun hat er sich bei kicker.TV auf Eurosport zu seinem Abschied geäußert. Er sei "froh und glücklich über die Entscheidung, bei Bayern aufgehört zu haben", sagte der ehemalige Dortmund-Spieler. Es gebe eine Leben neben dem Fußball und andere Themen. "Sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag wollte ich nicht mehr."

Sammer, der von der kommenden Saison an als Bundesliga-Experte bei Eurosport arbeiten wird, ging in dem Gespräch auch auf die gesundheitlichen Probleme im vergangenen Jahr ein. Es gehe ihm gut, sagte er nun. "Ich hatte diese kleine Geschichte, die war schnell abgehakt, auch wenn sie noch etwas nachwirkt. Ich habe mir sagen lassen, dass kleine Narben Männer attraktiver machen."

Matthias Sammer stichelt gegen Uli Hoeneß

Seinen früheren Club sieht er bei Pep Guardiolas Nachfolger Carlo Ancelotti in guten Händen. "Veränderungen brauchen Zeit", urteilte der Europameister von 1996. "Bayern hat in der Hinrunde optisch bestimmt nicht fantastisch gespielt, aber die Ergebnisse sind da." Die Meisterschaft der Bayern sieht er nicht gefährdet. Es sei ein großes und erfahrenes Team mit einem erfahrenen Trainer. "Ihnen kann niemand das Wasser reichen."

In Richtung Hoeneß erlaubte sich der 49-Jährige dennoch eine kleine Spitze. Der Bayern-Präsident hatte kürzlich mal wieder gegen den BVB gestichelt und sich öffentlich über den großen Vorsprung der Bayern in der Tabelle gefreut. "Er ist gleich mit aller Kraft wieder da", sagte Sammer nun. Es sei nicht seine Aufgabe zu bewerten, ob Hoeneß' Aussagen zuletzt "zu viel oder zu wenig" gewesen seien.  "Scharmützel dürfen aber nicht alles sein, er hat da auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Das ist gefährlich und gehört mitnichten zum Geschäft, so geht man nicht miteinander um." 

car

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