Medienbericht Magath angeblich neuer HSV-Trainer


Einem Medienbericht zufolge soll der bei Bayern München entlassene Felix Magath die Nachfolge von Thomas Doll als Trainer des HSV antreten. Und Bayern-Manager Uli Hoeneß freut sich schon für Magath. Von offizieller Seite wurde die Meldung jedoch nicht bestätigt.

Felix Magath soll nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" neuer Trainer beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV werden. Der ehemalige HSV-Profi war bereits von Oktober 1995 bis Mai 1997 Coach in Hamburg. Der Zeitung liegen nach eigenen Angaben gesicherte Informationen vor, dass der am Vortag bei Bayern München entlassene Trainer den Tabellenletzten am Samstag im Spiel bei Hertha BSC betreuen wird. Magath soll bereits am Donnerstagmorgen zu abschließenden Gesprächen in Hamburg eingetroffen sein. Laut "Kicker" bestätigte bei der Vorstellung des neuen Trainers der Bayern auch Manager Uli Hoeneß indirekt Magaths Engagement beim Hamburger SV. Er freue sich für Felix. Mit seiner Art, Disziplin hereinzubringen, werde er beim HSV schnell Erfolg haben, so Hoeneß. Der HSV wollte die Meldung nicht bestätigen. "Es gibt nichts zu vermelden", sagte Pressesprecher Jörn Wolf.

Trennung in der Nacht

Fußball-Bundesligist Hamburger SV hatte sich bereits in der Nacht, nach dem mageren 1:1 gegen Energie Cottbus, von seinem Trainer Thomas Doll getrennt. "Wir bedauern diese Entscheidung", erklärte HSV-Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann am Donnerstagvormittag. "Wir waren überzeugt, die Wende mit Thomas Doll zu schaffen. Nach den Eindrücken und Ergebnissen der vergangenen beiden Spiele mussten wir jetzt aber reagieren."Doll hatte den Cheftrainer-Posten in Hamburg am 18. Oktober 2004 als Nachfolger von Klaus Toppmöller angetreten. Der HSV war damals Letzter und ist es nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Energie Cottbus erneut. Neben Doll müssen auch seine beiden Co-Trainer Ralf Zumdick und Ronny Teuber gehen. Michael Schröder soll wieder für die Scouting-Abteilung des Vereins arbeiten.

Muss auch Beiersdorfer gehen?

"Natürlich bin ich sehr traurig", sagte Doll in einer ersten Reaktion. "Ich hatte zweieinhalb schöne Jahre beim HSV. Ich hoffe, dass die Mannschaft schnell die Kurve bekommt." Seine Entlassung hatte sich bereits in der Nacht zum Donnerstag angekündigt, in der Vorstand und Aufsichtsrat eine Krisensitzung abhielten. Ob es dabei auch um den Verbleib von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer ging, wollte Aufsichtsratsmitglied Horst Becker nicht bestätigen.

Die völlig verunsicherten Hanseaten hatten nach dem 1:1 bei Arminia Bielefeld am Samstag auch gegen den braven Aufsteiger Cottbus keinen Mentalitätswechsel gezeigt und den Rauswurf ihres Trainers damit förmlich provoziert. Nach dem Spiel wich Doll der Frage nach seinem Rücktritt noch aus. "Ich muss es erst in Ruhe analysieren und sacken lassen. Die Situation ist sehr, sehr brisant."

Vor 52.484 Zuschauern war der HSV durch Juan Pablo Sorin (4. Minute/Foulstrafstoß) zwar schnell in Führung gegangen, Sergiu Radu (9.) rettete den Lausitzern aber einen nicht unverdienten Punkt. "Ein bitterer Moment", konstatierte Doll. Der letzte Bundesliga-Heimsieg der "Rothosen" liegt nun schon rund zehn Monate zurück: Am 9. April 2006 gab es ein 2:0 gegen Mönchengladbach.

"Ich hoffe, dass Thomas Doll unser Trainer bleibt", hatte HSV- Keeper Frank Rost nach Schlusspfiff gesagt. "Tiefer können wir in der Tabelle nicht mehr rutschen. Es kann nur noch aufwärts gehen - es fehlt der Befreiungsschlag, wir müssen an uns glauben und da unten raus!"

ule mit DPA

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