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Nach der Niederlga gegen Atletico Madrid: Real Madrid spielt sich in die Krise

Real Madrid zwei der drei ersten Liga-Spiele verloren - ein Novum. Der Rückstand auf den Erzrivalen Barcelona beträgt schon sechs Punkte. Fans und Medien gehen mit den Königlichen hart ins Gericht.

Carlo Ancelotti hat den Ernst der Lage erkannt. "Das müssen wir schnell wieder in Ordnung bringen", sagte der Trainer von Real Madrid mit besorgter Miene nach der 1:2-Heimschlappe des Champions-League-Siegers im Stadtderby gegen den spanischen Meister Atlético. Der Titel könnte für das Team von Weltmeister Toni Kroos und Weltfußballer Cristiano Ronaldo nach dem schlechtesten Saisonstart seit 2005 bereits verspielt sein. Die bisher unroyalen Königlichen haben nämlich nach zwei Niederlagen in den ersten drei Runden der Primera División am Ende noch nie die Nase vorn gehabt.

"Im freien Fall", titelte die Zeitung "Sport", während "Marca" den "katastrophalen Start" beklagte. Zwei Tage vor dem Auftaktspiel der Champions League gegen Basel war am Sonntag im Madrider "Weißen Haus" schon von Krise die Rede - zumal Erzrivale Barcelona beim 2:0 über Athletic Bilbao seinen dritten Sieg einfuhr und als Erster schon sechs Punkte Vorsprung hat. Atlético - gegen das Real jüngst bereits den Supercup verpasst hatte - liegt vier Zähler vorn.

80.000 pfeifen Torwart Casillas gnadenlos aus

In der Neuauflage des Champions-League-Finales von Lissabon hatte Ronaldo per Foulelfmeter (26.) Atleticos Führungstor durch Tiago (10.) zwar ausgeglichen, doch Arda Turán (76.) machte den Gäste-Coup perfekt. Die 80.500 im Bernabéu pfiffen vor allem Torwart Iker Casillas, der 15-jähriges Liga-Jubiläum feierte, gnadenlos aus. Kein Wunder, ließ doch der seit langem umstrittene Keeper zuletzt sechs von sieben Bällen aufs Tor durch. Aber auch Clubboss Florentino Pérez und Ancelotti wurden ausgebuht.

Der Trainer wird kritisiert, weil er - angeblich auf Druck von Pérez - alle Offensivstars um Ronaldo, Karin Benzema, Gareth Bale, James Rodríguez, Luka Modric und Kroos auf einmal einsetzt und dabei die Defensive vernachlässigt. Kroos soll als Sechser agieren, ist damit aber überfordert. Beim Turan-Tor "hätte Kroos besser decken müssen", meinten viele. Der verletzte Weltmeister Sami Khedira und der zum FC Bayern gewechselte Xabi Alonso werden schmerzlich vermisst.

Fans und Medien gehen mit dem strauchelnden Rekordmeister hart ins Gericht, auch die Statistik verheißt nichts Gutes: Sechs Tore in den ersten drei Runden (es gab auch ein 2:4 bei San Sebastián) kassierten die Königlichen zuletzt 1995. Trotz 66 Prozent Ballbesitz gelang am Samstag in der zweiten Hälfte kein Schuss aufs Tor. Zudem schaffte Atlético erstmals zwei Liga-Siege in Serie im Bernabéu. "Wir haben Geschichte geschrieben", jubelte Verteidiger Diego Godín.

Bei Atletico läuft es gut

Bei Real sei der Kredit des Champions-League-Triumphs schon verspielt, schrieb "El Economista", der Triumph von Lissabon scheine "Jahrhunderte zurückzuliegen", meinte "Marca". Ancelotti muss sich langsam Sorgen um seinen Job machen. 2005 wurde der brasilianische Coach Vanderlei Luxemburgo nach einem ähnlich schlechten Start schon vor Ende der Hinrunde vor die Tür gesetzt. 

Bei den Rivalen läuft derweil alles wie am Schnürchen. Auch ohne den zu Chelsea gewechselten und von Ex-Bayern-Profi Mario Mandzukic ersetzten Torjäger Diego Costa und mit einem Etat von "nur" 120 Millionen Euro (Real hat 540) beweist Atlético, dass die Erfolge des Vorjahres kein Zufall waren. Trainer Diego Simeone stapelt aber weiter tief: "Dieser Sieg ändert nichts", man sei kein Titelfavorit.

Barcelona hatte im Camp Nou gegen Bilbao zwar lange Zeit Mühe. Aber nach der Einwechslung von Neymar (61.) war endlich ein Stürmer auf dem Platz, der die Klassevorbereitungen von Lionel Messi verwertete (78./83.). Die einst zittrige Abwehr steht nun mit dem Franzosen Jeremy Mathieu felsenfest, ließ bisher kein Gegentor zu. Sorgen muss sich nur Torwart Marc-André ter Stegen machen. Der Ex-Mönchengladbacher scheint nach seiner Verletzung den Kampf um die Nummer eins gegen Claudio Bravo vorerst verloren zu haben.

Emilio Rappold/DPA / DPA

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