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Nach Klopp-Kritik BVB-Boss entschuldigt sich bei Podolski


"Zu teuer", "ruft sein Potenzial nicht ab" - Meistertrainer Jürgen Klopp hatte Lukas Podolski ordentlich einen mitgegeben. Der Stürmerstar schlug mit Spott über den BVB zurück. Nun hat sich Dortmunds Geschäftsführer bei Podolskis Berater entschuldigt.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich bei Lukas Podolski für die Verbalattacke von Jürgen Klopp entschuldigt. Der Meistertrainer hatte am vergangenen Samstag eine Verpflichtung des umworbenen Nationalstürmers vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln ausgeschlossen und ihm vorgeworfen, seine Leistung nicht oft genug abzurufen. Der emotionale Fußballlehrer fand nach dem enttäuschenden Unentschieden der Dortmunder gegen den 1. FC Kaiserslautern deutliche Worte über Podolski: "Mit seinem Potenzial muss er einer der besten, wenn nicht der beste Stürmer der Liga sein. Doch das ist er nicht. Und dann ist er uns zu teuer."

Eine harsche Kritik an einem Spieler in Topform, der in 14 Spielen 13 Treffer erzielte und auf Platz drei der Torjägerliste steht. Podolskis Konter ließ nicht lange auf sich warten: "Das sind ja reizende Aussagen von Herrn Klopp. Vielleicht ist er etwas traurig, weil ich ihm schon zweimal abgesagt habe", sagte der 26-Jährige der Tageszeitung "Express". Und spottete obendrein: "Andererseits hat Klopp aber auch recht: Ich bin dem BVB tatsächlich zu teuer, weil ja nun die Champions-League-Einnahmen fehlen. Wo sie doch jetzt als Gruppenletzter ausgeschieden sind, kann ich verstehen, dass sich das nicht lohnt."

Watzke: "Poldi ist ein Klassespieler"

Nun scheint das verbale Scharmützel beendet zu sein. Einen Bericht der "Bild" zufolge hat sich BVB-Chef Watzke über Podolski-Manager Kon Schramm für Klopps Aussagen entschuldigt. "Herr Watzke hat direkt bei mir angerufen, sich in aller Form im Namen des BVB entschuldigt und darum gebeten, das Poldi auch so zu sagen", berichtete Schramm.

Während Klopp zu dem Thema schweigt, bestätigte Watzke das Telefonat mit Kon Schramm: "Ich habe ihm gesagt, dass es uns leidtut. Poldi ist ein Klassespieler", erklärte er. "Das sieht übrigens auch Jürgen Klopp so. Er ist halt ein emotionaler Typ. Und er hat das im Frust über unser 1:1 und die vier Alu-Treffer gegen Lautern gesagt. Er meint das aber nicht so."

Wechseltheater in Köln

Die Zukunft von Podolski wird in nächster Zeit Thema bleiben. Der Stürmerstar, dessen Vertrag beim 1. FC Köln nur noch bis 2013 läuft, hatte zuletzt Wechselwilligkeit angedeutet. In der vergangenen Woche hatte Dortmunds Lokalrivale Schalke 04 öffentlich Interesse an Podolski signalisiert.

Kölns Trainer Stale Solbakken nimmt den aktuellen Podolski-Hype mit Humor. "Ich habe heute die Zeitung noch nicht gelesen. Deshalb weiß ich nicht, ob es einen neuen Bewerber gibt", sagte der Norweger vor dem Bundesliga-Nachholspiel am Dienstag gegen Mainz. Die Liste der Interessenten dürfte jedenfalls stattlich sein - und von Treffer zu Treffer immer länger werden. Podolski selbst steht den Spekulationen gelassen gegebenüber: "Ich habe nicht vor, in den nächsten Tagen zu wechseln."

be/DPA DPA

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