Porträt Karl-Heinz Wildmoser

Präsident, Sohn und Geschäftsführer.

Karl-Heinz Wildmoser hat den TSV 1860 München über ein Jahrzehnt geprägt. Der Münchner Gastronom, der am 5. Mai 65 Jahre alt wird, ist seit Juni 1992 Präsident der "Löwen". Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der früher sportlich und finanziell zerrüttete Traditionsverein in den 90er Jahren aus der Bayernliga wieder in die höchste deutsche Spielklasse aufgestiegen ist. Er durfte stolz sein auf das mit dem TSV 1860 Erreichte. Sein Führungsstil gilt als autoritär. Die "Süddeutsche Zeitung" nannte ihn den "letzten Patriarchen der Bundesliga".

Wildmoser hatte sich vor der Übernahme des Fußball-Amtes bereits als Groß-Gastronom einen Namen gemacht. Er besitzt traditionsreiche Lokale und ist auch als Wirt auf dem Münchner Oktoberfest vertreten. Im Vorjahr musste Wildmoser wegen Steuerhinterziehung 27 000 Euro Geldstrafe zahlen.

In diesem Jahr wollte Wildmoser erneut für das Präsidenten-Amt bis 2007 kandidieren. Er wollte noch eine Amtszeit anhängen, weil er den Einzug des Fußball-Bundesligisten in das neue Münchner Stadion "Allianz Arena" als Chef miterleben wollte. Doch immer wieder hatte Wildmoser in den vergangenen Jahren auch öffentlich Rücktrittsgedanken geäußert. Zuletzt hatte er gesundheitliche Probleme und mehrere Operationen an Herz und Magen zu überstehen gehabt.

Das Alltagsgeschäft hat er seit längerem schon seinem Sohn Karl- Heinz Wildmoser junior überlassen, der gleichzeitig als Geschäftsführer der 1860-Fußballabteilung und als Geschäftsführer der Stadion-Gesellschaft fungierte. Wildmoser junior ist auch als Nachfolger für das Präsidentenamt im Gespräch.


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