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Englischer Fußball: Arsenal ist das Team der Stunde - dennoch Spott für Özil

Chelsea und ManCity patzen, der FC Arsenal ist die Mannschaft der Stunde in der englischen Premier League. Mesut Özil überzeugt, doch eine Aktion sorgt für Spott.

Olivier Giroud feiert seinen Treffer für Arsenal mit einem Riesensatz.

Olivier Giroud feiert seinen Treffer für Arsenal mit einem Riesensatz.

Der FC Arsenal ist die Mannschaft der Stunde in der englischen Premier League. Am 29. Spieltag feierte der Tabellendritte beim 3:0 (1:0) über West Ham United den achten Liga-Heimsieg in Serie.

Zudem konnte sich die Mannschaft der Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker über Punktverluste von Spitzenreiter FC Chelsea und Verfolger Manchester City freuen und den Rückstand im Titelrennen verkürzen. Tabellenführer Chelsea kam nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den FC Southampton hinaus. Damit mussten die Blues vier Tage nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League die nächste Enttäuschung hinnehmen. An der Stamford Bridge brachte Diego Costa die Gastgeber in der elften Minute zwar in Führung. Dusan Tadic glich mit einem Foulelfmeter (19.) aber noch in der ersten Hälfte für die Saints aus. In der Endphase war Chelsea dem Sieg näher, hatte aber mehrmals Pech im Abschluss.

ManCity enttäuscht

In der Tabelle bauten die Blues (64) ihre Führung vor ManCity (58) dennoch auf sechs Zähler aus und können zudem noch ein Nachholspiel gegen Schlusslicht Leicester City austragen. Der Meister aus Manchester patzte mit 0:1 (0:0) beim abstiegsgefährdeten FC Burnley. Den Treffer für den Außenseiter erzielte George Boyd (60.). Damit verdarb er ManCity auch die Generalprobe für das Achtelfinal-Rückspiel in der Königsklasse beim FC Barcelona. Kurios: Vor dem Spiel hatte Manchester lediglich vier Liga-Spiele verloren, Burnley nur vier gewonnen. "Jeder Punkt, den wir verlieren, macht es schwieriger. Aber solange wir eine rechnerische Chance haben, müssen wir darum kämpfen", meinte City-Coach Manuel Pellegrini zum Rückschlag im Kampf um den Titel.

Arsenal (57) hat die Lücke zu den Citizens bereits geschlossen. Trainer Arsène Wenger will sich mit einem möglichen Meister-Titel zumindest öffentlich aber nicht beschäftigen, obwohl seine Mannschaft in den vergangenen Wochen am konstantesten punktete. Nur der FC Liverpool hat auf der Insel seit dem Jahreswechsel mehr Zähler eingefahren. "Im Moment sind wir nicht im Titelrennen. Wir müssen erst mal so weitermachen", sagte der Franzose nach dem Derbysieg gegen die Hammers. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass das Führungsduo erneut Punkte lassen würde.

Özil mit Spielfreude - doch eine Szene sorgt für Spott

Für Arsenal war der Heimsieg auch wichtig für das Selbstvertrauen. Am Dienstag steht für die Gunners das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League beim AS Monaco an. Die Mannschaft kann die Reise ins Fürstentum mit neuer Zuversicht antreten. Gegen West Ham trafen Olivier Giroud (45.+1), Aaron Ramsey (81.) und Mathieu Flamini (84.). In der einseitigen Begegnung erzielte Giroud mit einem herrlichen Schuss in den Winkel den lange überfälligen ersten Treffer. Der spielfreudige Özil war mit einem feinen Pass an der Entstehung beteiligt. Dennoch gab es auch eine Szene, über die viele in England spotteten: Özil stand frei im 16-Meter-Raum, doch statt aufs Tor zu schießen, spielte er den Ball quer auf die andere Seite des Strafraums.

Drei Tage vor dem Duell in Monaco, wo Arsenal ein 1:3 aufholen muss, zeigte der Spielmacher genau wie Abwehrchef Mertesacker eine souveräne Leistung. "Wenn du nicht an dich glaubst, hast du keine Chance. Wir müssen daran glauben, dass wir es schaffen können. Allerdings ist Monaco mittlerweile Favorit", meinte Wenger vor dem Duell mit seinem ehemaligen Club.

feh/DPA / DPA

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