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Premier League: Hiddink bringt Ballack wieder in Fahrt

Michael Ballack und der FC Chelsea sind unter dem neuen Trainer Guus Hiddink wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen Aston Villa zeigte Ballack eine gute Leistung, blieb aber ohne Tor. Tabellenführer Manchester United gwann ebenfalls - hatte dabei aber ein ganz neues Erlebnis zu verkraften.

Seine erste Prüfung bei Michael Ballacks FC Chelsea hat Trainer-Fuchs Guus Hiddink glänzend gemeistert. Russlands Nationalcoach, der bis Ende Mai zugleich als "Saison-Retter" bei den in der englischen Fußball-Meisterschaft zuletzt ins Wanken geratenen "Blues" agieren soll, feierte am Samstag mit dem 1:0 beim formstarken Aston Villa einen gelungenen Einstand in Englands Premier League.

"Ein perfekter Start", titelte der "Sunday Telegraph". Torjäger Nicolas Anelka sorgte mit einem schön herausgespielten Treffer (19. Minute) dafür, dass Ballacks Elf den dritten Tabellenplatz von den zuvor in 13 Spielen unbesiegten Gastgebern zurückeroberte. Ein Sieg im "Villa Park" war Chelsea zuvor seit 1999 nicht mehr geglückt.

Doch Spitzenreiter Manchester United hält die Mannschaft des DFB-Kapitäns, der sich mit einer guten Leistung hervortat, weiter auf Distanz. Die "Red Devils" schlugen die Blackburn Rovers mit 2:1 und liegen weiter zehn Zähler vor Chelsea, fingen aber nach 14 zu-null- Matches wieder einen Gegentreffer.

Allerdings schonte ManU-Coach Alex Ferguson Stammtorhüter Edwin van der Sar für das Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand am Dienstag, Ersatzmann Tomasz Kuszczak kassierte das Gegentor. Van der Sar hat also weiterhin die Chance, seine Serie von 1302 Minuten ohne Gegentor auszubauen und den Europarekord des Belgiers Dany Verlinden (1390 Minuten) zu knacken.

Trotz der gelungenen Generalprobe für das Champions-League-Duell mit Juventus Turin sah Englands Sportpresse auch Anlass zur Kritik. "Das neue Chelsea-Modell sieht aus wie das alte, für das Mourinho im September 2007 entlassen wurde. Es wirft verdiente, aber uninspirierte, knappe Siege aus", schrieb die "Sunday Times". Das Team habe aber immerhin wieder wie eine Einheit gewirkt und nicht wie "eine von Cliquen bestimmte Sammlung eingeschnappter Primadonnas."

Neben dem starken Frank Lampard setzte Ballack viele Akzente, vergab aber kurz vor Ende die Chance zum 2:0. Hiddink war "sehr zufrieden" mit seinem Auftaktsieg, monierte aber die Chancenverwertung und "zu statisches" Spiel im zweiten Durchgang.

Ex-Bayern-Star Roque Santa Cruz verdarb ManU die Show. Nach der Führung durch Wayne Rooney (23.) schaffte der Paraguayer für die kampfstarken Blackburn Rovers (32.) den Ausgleich. Cristiano Ronaldo (57.) sicherte dann per direkt verwandeltem Freistoß den zehnten Liga-Sieg in Serie. "Das war uns eine große Lehre", sagte Ferguson, "wir müssen immer um unser Leben kämpfen, um den Titel zu holen."

DPA / DPA

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