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Pressestimmen zur BVB-Krise "So spielen Absteiger"


Nach dem 0:2 gegen Frankfurt ist der BVB Tabellenletzter. Die Fans pfeifen, Trainer Klopp wirkt verzweifelt und die Presse sieht den Vizemeister am absoluten Tiefpunkt angekommen.

Der BVB ist am Tiefpunkt. Wieder einmal. Bereits nach der 0:1-Niederlage gegen den HSV am 7. Spieltag stellte Trainer Jürgen Klopp fest: "Dann ist dieser 4. Oktober der Tiefpunkt und der Startpunkt für den Rest der Saison." Dass der Vizemeister sechs Spieltage später noch tiefer in der Krise stecken würde, hätte sich Klopp wohl auch in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen können.

Doch mit dem 0:2 bei Eintracht Frankfurt und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz der Bundesliga hat der BVB nun wohl auch den Kredit bei einigen Anhängern verspielt. Nach der achten Pleite im 13. Saisonspiel ist der BVB "mitten im Abstiegskampf angekommen", wie Sportdirektor Michael Zorc feststellte.

Auch die nationale Presse sieht den BVB in ernsten Abstiegsnöten - und das sonst so harmonische Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans gestört. "Letzter! Jetzt verliert Dortmund auch seine Fans!", titelte die "Bild".

Die weiteren Pressestimmen im Überblick:

Angesichts der Serie von Tiefschlägen musste sich Coach Klopp sogar nach Rücktrittsabsichten fragen lassen. "Ich sehe mich hier in der Verantwortung. Solange keiner kommt, der sagt, wir haben einen, der es besser macht, kann ich ja gar nicht gehen", sagte der sichtlich frustierte Klopp. Auch Zorc wollte von einem Abschied des Kult-Trainers nichts wissen. "Nein, wir sind überzeugt, dass wir mit ihm aus dieser Situation herauskommen", sagte der Sportchef.

Die 90 Minuten zuvor hatten allerdings einmal mehr das ganze Dilemma der Dortmunder in dieser Spielzeit offenbart. "Wir haben es ordentlich gemacht, aber nicht gut genug", befand Klopp. Mit seinem achten Saisontor schoss Alexander Meier die Eintracht vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena schon in der 5. Minute auf Siegkurs. Ein Befreiungsschlag von Marco Russ war bei Meier gelandet, der allein vor Gäste-Keeper Roman Weidenfeller eiskalt vollendete.

Symptomatisch für die Dortmunder Krise dann die 78. Minute: Einen weiten Pass von Meier wollte Matthias Ginter locker zu Weidenfeller köpfen. Doch der herausgeeilte Keeper war überrascht, Haris Seferovic schob dankend ins leere Tor zum 2:0. Eintracht-Torschütze Meier aber sprach den frustrierten Dortmundern Mut zu: "Dortmund kann gar nicht absteigen. Die sind zu gut."

tob/DPA DPA

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