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Vergewaltigungsvorwürfe Neymar muss wegen Instagram-Posts bei der Polizei aussagen

Neymar verlässt nach seiner Aussage eine Polizeistation in Rio de Janeiro
Neymar verlässt nach seiner Aussage eine Polizeistation in Rio de Janeiro
© Mauro Pimentel / AFP
Hat der teuerste Fußballer der Welt eine Brasilianerin vergewaltigt? Um seine Unschuld zu beweisen, hat Neymar kürzlich intime Chatverläufe mit dem mutmaßlichen Opfer veröffentlicht. Das könnte nun gefährlich für ihn werden.

Die Vorwürfe sind heftig: Ein junge Frau aus Brasilien behauptet, Fußballstar Neymar habe sie vor einigen Wochen in einem Hotelzimmer in Paris vergewaltigt. Die beiden lernten sich offenbar über Instagram kennen, der 27-Jährige soll ihr wenig später Flugtickets geschenkt haben, damit sie ihn in der französischen Hauptstadt besucht. Dort soll es dann zu der angeblichen Straftat gekommen sein.

Den Angaben des mutmaßlichen Opfers zufolge habe sie Geschlechtsverkehr mit Neymar abgelehnt, da dieser keine Kondome dabei hatte. Da habe der Fußballstar von Paris Saint Germain sie zum Sex gezwungen. Bei der angeblichen Tat soll Alkohol im Spiel gewesen sein. 

Verstoß gegen Privatsphäre? Neymar drohen mehrere Jahre Haft

Neymar bestreitet die Vorwürfe und spricht von einer "Falle". In einem Instagram-Video wies er die Anschuldigungen kürzlich vehement von sich. Als Beweis für seine Unschuld veröffentlichte er außerdem Chatverläufe mit der jungen Frau, die unter anderem intime Fotos enthielten. Sie sollten zeigen, dass es auch nach der angeblichen Tat noch freundschaftlichen Kontakt zwischen ihm und der Frau gegeben hatte. 

Vergewaltigungsvorwürfe: Neymar muss wegen Instagram-Posts bei der Polizei aussagen

Doch das könnte gefährlich für ihn werden: Die Verbreitung solcher Bilder ohne Einwilligung ist in Brasilien eine Straftat und kann mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden. Deswegen wurde er nun in Rio de Janeiro auf ein Polizeirevier bestellt; er sollte sich zu den möglichen Verstößen gegen die Privatsphäre der jungen Frau äußern.

Anwältin überzeugt: "Werden Neymars Unschuld beweisen"

Neymar, der sich am Mittwoch bei einem Freundschaftsspiel der brasilianischen Nationalmannschaft gegen Katar eine Fußverletzung zugezogen hatte, ging auf Krücken beziehungsweise saß zeitweise im Rollstuhl. Nach unterschiedlichen Angaben dauerte die Befragung zwischen einer Stunde und knapp eindreiviertel Stunden.

Anschließend bedankte sich der Stürmerstar für Unterstützungsbekundungen. Fragen wartender Journalisten beantwortete er nicht. Seine Anwältin sagte aber: "Wir sind vollkommen überzeugt, dass wir die Unschuld meines Mandanten beweisen werden." Neymars Vater hatte zuvor bereits erklärt, sein Sohn sei das Opfer eines Erpressungsversuchs geworden.

Der brasilianische Nationalspieler war 2017 für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt und ist einer der bekanntesten Fußballer der Welt.

mik DPA AFP

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