HOME

Champions League: "Ahh, f*ckt Euch!" Neymar pöbelt gegen Schiedsrichter nach Aus für Tuchels PSG

Thomas Tuchel und Paris St. Germain bleibt der Champions-League-Fluch erhalten. Diesmal ereilte er das Star-Ensemble in Form eines umstrittenen Elfmeters in der Nachspielzeit. Neymar wurde überdeutlich.

PSG raus: Schiedsrichter demonstriert das Handspiel

So hat er gemacht: Der Schiedsrichter demonstriert dem vehement protestierenden Thiago Silva von PSG das angebliche Handspiel, das zum Elfmeter führte.

Getty Images

Es war nach dem 1:4 von Real Madrid gegen Ajax Amsterdam das zweite Champions-League-Wunder in zwei Tagen. Sensationell egalisierte Manchester United beim Star-Ensemble von Paris Saint-Germain eine 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel und knockte die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel mit einem Handelfmeter in der Nachspielzeit aus. Der Strafstoß allerdings ist auch einen Tag danach mehr als umstritten. Der rätselhafte Champions-League-Fluch, unter dem PSG leidet, hält an.

Paris' verletzter Stürmerstar Neymar konnte die für Frankreichs Topclub fatale Strafstoß-Entscheidung in der kaum verarbeiten - und wurde auf seinem Instagram-Account massiv ausfällig. "Da nehmen sie vier Leute, die keine Ahnung vom Fußball haben, um sich die Szene nochmal anzuschauen. Das kann einfach nicht sein", schrieb der Brasilianer und wurde allzu deutlich: "Wie kann man ein Handspiel begehen, wenn der Rücken zugedreht ist? Ahh, f*ckt Euch!"

Thomas Tuchel: "Das ist schon ein Schock"

Was genau hatte Neymar derart aufgebracht? Schiedsrichter Damir Skomina bestrafte PSG-Verteidiger Presnel Kimpembe in der zweiten Minute Nachspielzeit dafür, dass er einen Schuss von Diogo Dalot mit dem Ellbogen blockte. Absicht oder nicht? Schwer zu entscheiden. Ashley Young sagte: "Der Schiedsrichter hat ihn gegeben, also war es ein Elfer." Tuchel sagte: "Das ist eine große Entscheidung. Handspiel ist immer kompliziert und auslegbar. Es ist müßig, darüber zu diskutieren", hielt sich der deutsche Coach des französischen Topteams deutlich besser im Zaum als sein Stürmerstar. Der auch in der Bundesliga vehement geführten Diskussion, wie genau die Handspiel-Regel auszulegen ist, wird die Szene weitere Nahrung geben.

Für die ambitionierten Franzosen, die dank des Geldes der katarischen Investorengruppe Qatar Sports Investments eine Art Weltauswahl aus Topstars unterhalten, setzt sich damit der rätselhafte Fluch in der Champions League fort. "Das ist schon ein Schock", sagte Tuchel ratlos. "Ich habe keinen Weg, das jetzt zu analysieren." Jahr für Jahr treten die PSG-Stars an, um die europäische Königsklasse zu gewinnen. Jahr für Jahr scheitern sie frühzeitig - zum dritten Mal in Folge schon im Achtelfinale, zuvor schon viermal im Viertelfinale:

PSG erntet vor allem Schadenfreude

Obwohl das Aus gegen die fußballerisch deutlich unterlegene Mannschaft von Manchester United sportlich eher ungerecht war, schlägt dem "Geldclub" PSG in erster Linie die Schadenfreude der Fans entgegen:


dho mit / DPA / AFP

Wissenscommunity