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Qualifikationsspiel: "Mainzelmänner" spazieren in den Uefa-Pokal

Beim Rückspiel der Uefa-Pokal-Vorrunde war der isländische Wind der stärkste Gegner des FSV Mainz 05. Der IB Keflavik dagegen hatte wie im Hinspiel nicht den Hauch einer Chance.

Es ist einer der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte: Der FSV Mainz ist mühelos in die Hauptrunde des UEFA-Pokals spaziert und hat seine Premierensaison auf der internationalen Fußball-Bühne damit vorläufig gekrönt. Der Bundesligist kam am Donnerstagabend im Rückspiel der 2. Qualifikationsrunde beim isländischen Pokalsieger IB Keflavik zu einem 2:0 (1:0)-Sieg, nachdem bereits das Hinspiel vor zwei Wochen mit 2:0 gewonnen worden war. Vor 2500 Zuschauern in Reykjavik erzielten Michael Thurk (26.) und der eingewechselte Tom Geißler (85.) die Tore für die Mainzer.

Neben Bayer Leverkusen, Hertha BSC, dem VfB Stuttgart und Hamburger SV sind die Rheinhessen das fünfte deutsche Team, das sich bei der Auslosung der 1. Hauptrunde am Freitag in Monte Carlo in den Lostöpfen befindet. "Wir sind stolz darauf, was wir erreicht haben. Das kann man kaum in Worte fassen", jubelte FSV-Präsident Harald Strutz.

Schlechtes Wetter, gutes Spiel

Etwa 15 Minuten benötigte die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp bei böigem Wind, um den Spielrhythmus zu finden. Dann ließen die Mainzer Ball und Gegner laufen. Nachdem Benjamin Auer (22.) das Tor aus fünf Metern per Kopf verfehlte, machte es Thurk vier Minuten später besser. Eine Flanke von Christof Babatz nahm der 29-Jährige gekonnt mit der Brust an und ließ Keflaviks Torhüter Omar Johannsson mit einem Schuss in den Winkel keine Chance. Kurz vor Schluss erhöhte Geißler per Direktabnahme.

Gegen die biederen Isländer mussten die in der Bundesliga noch ohne Punkt und Tor dastehenden Mainzer nie an ihre Leistungsgrenze gehen. Ohne großen Aufwand kamen sie in der ersten Halbzeit durch Thurk (29.) und Petr Ruman (38.) zu weiteren Möglichkeiten, scheiterten aber am wie schon im Hinspiel gut aufgelegten Johannsson. Dessen Pendant Dimo Wache musste dagegen in den gesamten 90 Minuten nicht einmal eingreifen.

Mit zunehmender Spielzeit ließen die Gäste die Zügel schleifen und ermöglichten den Isländern einige Angriffe, die jedoch zu keiner Zeit in gefährliche Situationen mündeten. Der FSV spulte sein Pensum im zweiten Durchgang fast lustlos herunter und schonte seine Kräfte für die Bundesligapartie am Sonntag bei Arminia Bielefeld. Der guten Stimmung der etwa 80 mitgereisten Fans tat dies keinen Abbruch. Sie feierten ihr Team, das sich am Freitag ein günstiges Los erhofft. "Wir wollen in die Gruppenphase", hatte Klopp das Ziel bereits zuvor ausgegeben.

Tim Kalle/DPA / DPA

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