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Bundesliga-Aufstieg in Gefahr: RB Leipzig feuert Trainer Zorniger - kommt Thomas Tuchel?

Die 0:2 Niederlage gegen Erzgebirge Aue war zu viel: Fußball Zweitligist RB Leipzig hat sich von Trainer Alexander Zorniger getrennt. Angelt sich Leipzig einen der begehrtesten Trainer Deutschlands?

RB Leipzig hat sich von seinem Trainer Alexander Zorniger getrennt. Dies teilte der Zweitliga-Fußballverein über Twitter mit. Zuvor hatte bereits der "Kicker" über die bevorstehende Entlassung berichtet. Demnach sei die 0:2 Heimniederlage gegen Erzgebirge Aue vom vergangenen Freitag der Auslöser für die Entscheidung. Kurz nach dem Spiel hatte bereits Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick zur Grundsatzkritik ausgeholt und Defizite in der taktischen Ausrichtung und der Spielweise der Mannschaft beklagt.

Momentan befindet sich der Verein auf Platz sieben der Tabelle und ist sechs Punkte von einem sicheren Aufstiegsplatz in die 1. Bundesliga entfernt. "Die Welt" spekuliert, dass Thomas Tuchel die Nachfolge von Zorniger antreten werden. Der 41-jährige Tuchel trainierte zuletzt die erste Mannschaft des FSV Mainz 05.

Zorniger bedankt sich

Zorniger hatte den Trainerposten im Sommer 2012 übernommen, damals spielte der Verein noch in der Regionalliga Nordost. 2013 und 2014 gelang jeweils dem Team jeweils der Aufstieg zuerst in die 3. Liga und schließlich in die 2. Bundesliga.

"Alex hat hier hervorragende Arbeit geleistet und war mit der Mannschaft in den letzten zweieinhalb Jahren maximal erfolgreich. Er hat einen sehr großen Anteil daran, dass wir heute schon in der 2. Bundesliga spielen", sagte Sportdirektor Ralf Rangnick. Zuletzt war aber von Differenzen zwischen Trainer und Sportdirektor zu hören. Rangnick will bereits in diesem Jahr den Sprung in die Bundesliga schaffen, Zorniger ging dies zu schnell. "Es war nach dieser intensiven und erfolgreichen Zeit natürlich nicht einfach, diese Entscheidung zu treffen. Doch aufgrund der mir gegenüber offen kommunizierten Absicht, im Sommer eine Veränderung vorzunehmen, ist es meiner Meinung nach besser, jetzt sofort einen Cut zu machen."

Der Verein Rasenball Leipzig wurde 2009 gegründet und übernahm das Oberliga-Startrecht des SSV Markranstädt, der in einem Vorort von Leipzig heimisch war. Durch massive finanzielle und strukturelle Zuwendungen des österreichischen Konzerns Red Bull gelang in den folgenden Jahren ein bislang einmaliger Aufstieg in der deutschen Fußballgeschichte. Ein zügiger Aufstieg in die erst Liga wurde von Red Bull stets als Ziel ausgegeben. Die Interpretation der Vereinsarbeit und die offensichtlichen Werbeinteressen werden von Fan-Verbänden und gegnerischen Teams immer wieder kritisiert.

ono/DPA / DPA

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