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Reviergegner Ailton: "Er ist halt ein verrückter Kerl"

Manche Fußballer seien am Ball besser als am Mikrofon: Der FC Schalke 04 reagierte gelassen auf Ailtons herablassende Sprüche über das Revier. Gelsenkirchen sei als Stadt ein Desaster, hatte der Torjäger die Öffentlichkeit wissen lassen.

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 hat kritische Äußerungen seines künftigen Top-Angestellten Ailton über die Stadt Gelsenkirchen mit Gleichmut aufgenommen. "Das Thema ist uns schnurzpiepegal. Wir legen nicht jedes Wort von Ailton auf die Goldwaage", sagte Schalke-Sprecher Gerd Voss der dpa. "Ailton ist halt ein verrückter Typ. Und wenn er erst mal hier ist, wird sich seine Meinung schon ändern", wird Schalke-Manager Rudi Assauer in der "Bild"-Zeitungzitiert.

OB will Ailton Gelsenkirchen zeigen

"Manche Fußballer sind am Ball besser als am Mikrofon", meinte Gelsenkirchens Oberbürgermeister Oliver Wittke (CDU). Dennoch sei Ailton herzlich eingeladen, mit ihm persönlich einmal durch Gelsenkirchen zu fahren und sich die Stadt zeigen zu lassen. "Alles, was ich bisher über Gelsenkirchen gehört habe, ist ein Desaster", hatte der Torjäger von Titelanwärter Werder Bremen über die Stadt im Revier in einem Rundfunk-Interview gesagt.

PR-Alarm im Revier

Das Gelsenkirchener Umland reagierte mit Offensivmaßnahmen. Der Verkehrsverein Witten hat Ailton ein Informationspaket geschickt, in dem der Fußball-Profi Material über Sehenswürdigkeiten, kulturelle Schätze und Freizeitangebote der Region findet. "Wenn Ailton uns besucht, wird er angenehm überrascht sein. Es erwarten ihn keine rauchenden Schlote, sondern grüne Hügel, Wälder und Felder, die Ruhr- Aue, Fachwerkidylle und jede Menge spannende Industriedenkmäler", teilte die Stadt Witten in ihrer Einladung an den Fußballer mit.

Heynckes verbietet Ailton das Pendeln

Schalke-Trainer Jupp Heynckes vermutet, dass die Aufregung über den Kampf um die Meisterschaft Ailton zu der Fern-Kritik verleitet haben könnte. Ein von Ailton erwogenes Pendeln zwischen Bremen und Gelsenkirchen wird Assauer nicht erlauben: "Das kann er sich abschminken."

In dem Interview mit "NDR info" hat der 30-Jährige auch eine Rückkehr in den Norden nicht ausgeschlossen: "Ich würde meine europäische Karriere sehr gerne in Bremen beenden."

DPA / DPA

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