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Schwabenpower: "Wir kommen weiter"

Der Sieg in Dortmund am Wochenende tat gut: Trotz der unglücklichen 0:1-Hinspielniederlage geht der VfB Stuttgart voller Siegeszuversicht ins heutige CL-Rückrundenspiel beim FC Chelsea.

Siegessicher, souverän und selbstbewusst strebt der VfB Stuttgart nach dem eindrucksvollen Erfolg in Dortmund den nächten Schwabenstreich an. Der beflügelt und befreit wirkende Bundesligadritte will heute abend im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Chelsea erneut einen Coup landen und die unglückliche 0:1-Heimniederlage wettmachen. "Wir kommen weiter, warum denn nicht", kündigte VfB-Keeper Timo Hildebrand keck an. "Wenn wir so auftreten wie in Dortmund, können wir das Ding noch umbiegen", sagte Regisseur Horst Heldt. Teammanager Felix Magath glaubt, dass die Chancen für den Einzug ins Viertelfinale "jetzt noch besser geworden sind".

Chelsea ist heimschwach

Die sprunghaft gestiegene Zuversicht basiert jedoch nicht nur auf dem Durchbruch von Dortmund. Magath und seine Schützlinge hoffen auch auf die relative Heimschwäche des Tabellenzweiten der Premier League. "Zu Hause ist Chelsea nicht so stark", sagte Kevin Kuranyi, "da ist auf jeden Fall etwas möglich". Nur eines seiner drei Gruppenspiele hat der Londoner Nobelclub vor eigenem Publikum gewonnen, obwohl der russische Öl-Milliardär Roman Abramowitsch über 200 Millionen Euro in den Kauf hochkarätiger Fußballstars gepumpt hatte. Bestes Beispiel für ein erfolgreiches Gastspiel an der Stamford Bridge ist Besiktas Istanbul: Der 2:0-Sieg der Türken dient dem VfB-Trainer als Anschauungsmaterial.

Sorgenkind Kuranyi

Magath hofft darauf, dass bei seinem unter Ladehemmung leidenden Top-Stürmer Kuranyi in Chelsea der Knoten platzt. Seit 465 Minuten ist dem Nationalspieler kein Tor mehr geglückt. "Ich gehe davon aus, dass Kevin am Dienstag trifft", stärkte der VfB-Trainer seinem Sorgenkind den Rücken: "Er hat in der Champions League eine bessere Trefferquote als in der Bundesliga." Darauf baut auch Kuranyi: "Hoffentlich klappt es in Chelsea endlich wieder mit einem Tor."

Schwäbische Defensivtaktik

Zudem setzt Magath darauf, dass die Briten "daheim den Laden nicht dichtmachen können" und die Initiative ergreifen müssen. Er will die im Hinspiel nur gelegentlich konternden Londoner, die nur dank Fernando Meiras Eigentor gewannen, erst einmal kommen lassen. "Wir stürmen nicht von Beginn an", kündigte er eine eher abwartende Taktik an: "Aber wir wollen uns nicht verstecken und das Spiel offen gestalten."

Der "Sunday Telegraph" hat ein Erfolgsrezept für den VfB parat. "Für Stuttgart wäre es wohl am besten, in rot und weiß anzutreten, damit Chelsea glaubt, gegen Arsenal zu spielen und dementsprechend einzubrechen", riet das britische Blatt. Gegen den Spitzenreiter der Premier League hat Chelsea seine drei Saisonspiele in Meisterschaft und Pokal nach jeweiliger 1:0-Führung noch 1:2 verloren. Ein Ergebnis, das den Schwaben dank der mehr erzielten Auswärtstore reichen würde.

FC Chelsea:

Cudicini - Melchiot, Terry, Gallas, Bridge - Geremi, Makelele, Lampard, Duff - Hasselbaink, Crespo

VfB Stuttgart:

Hildebrand - Hinkel, Zivkovic, Bordon, Lahm - Meira, Soldo - Hleb, Meißner - Kuranyi, Cacau Schiedsrichter: Kim Milton Nielsen (Dänemark)

DPA / DPA

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