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Schwimm-EM: Hausding holt zweites Gold

Wasserspringer Patrick Hausding hat bei der Schwimm-Europameisterschaft in Budapest seine zweite Goldmedaille gewonnen. Im Synchronspringen vom Zehn-Meter-Turm triumphierte er zusammen mit Sascha Klein. Die deutsche Freistil-Staffel mit Paul Biedermann gewann Silber ebenso wie zwei deutsche Frauen.

Patrick Hausding ist bei der EM der Wasserspringer in Budapest auf Rekordjagd. Einen Tag nach seinem Überraschungssieg vom Drei-Meter-Brett verteidigte der 21-Jährige mit Sascha Klein seinen Titel im Synchronspringen vom Zehn-Meter-Turm. Damit holte Hausding neben zweimal Silber auch sein zweites Gold und avancierte zum erfolgreichsten deutschen EM-Starter. "Manchmal muss ich mir angesichts der Erfolge mein innerliches Grinsen verkneifen", flachste der Champion.

Und der Berliner peilt eine weitere Bestmarke an: Er könnte als erster Springer überhaupt bei fünf Entscheidungen Medaillen holen. Mit Gold am Sonntag vom Turm - was Hausding aber selbst ausschließt - würde er den großen Russen Dmitri Sautin übertrumpfen, der 2000 dreimal Gold und einmal Silber geholt hatte. "Vier Starts - vier Medaillen, das ist der Wahnsinn. Langsam wird mir mein Erfolg unheimlich", sagte Hausding, der zuvor im altehrwürdigen Budapester Hajos-Bad noch vom Ein-Meter-Brett und mit dem Leipziger Stephan Feck im Synchron vom Drei-Meter-Brett Silber geholt hatte. Für Sonntag sieht er aber so gut wie keine Chancen: "Eine Medaille wäre vermessen."

Biedermann führt Staffel zu Silber


Bei den Schwimmern gab es an diesem Tag drei Silbermedaillen. Einzel-Europameister Paul Biedermann holte mit der deutschen 4x200-m-Freistilstaffel seine insgesamt dritte Medaille. In 7:08,19 Minuten musste sich das Quartett des DSV mit Biedermann (Halle/Saale), Tim Wallburger, Robin Backhaus (beide Berlin) und Clemens Rapp (Saulgau) nur Russland (7:06,71) geschlagen geben. Bronze gewann Frankreich (7:09,70). Als Startschwimmer unterbot Biedermann in 1:45,47 Minuten die Jahres-Weltbestzeit von Rekord-Olympiasieger Michael Phelps aus den USA um 14 Hundertstelsekunden.

Auch bei den deutschen Schwimmerinnen gab es Medaillenerfolge. Die erst 16-jährige Silke Lippok gewann über 200 Meter Freistil überraschend Silber. Die deutsche Meisterin aus Pforzheim schlug nach 1:56,98 Minuten an und musste sich nur der Titelverteidigerin und Weltmeisterin Federica Pellegrini geschlagen geben (1:55,45). Die Italienerin hat nun innerhalb von zwei Jahren alle möglichen Siege bei großen Meisterschaften eingefahren. Dritte wurde die Ungarin Agnes Mutina (1:57,12).

Silber über 50 Meter Rücken


Ebenfalls Silber gewann Daniela Samulski über 50 Meter Rücken. Die Essenerin musste sich in 27,99 Sekunden nur der Weißrussin Alexandra Herasimenia (27,64) geschlagen geben. Dritte wurde die Spanierin Mercedes Peris Minguet (28,01).

DPA/SID/tis / DPA

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