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Deutschland-Splitter: Judoka Ole Bischof greift nach Medaille

Endlich Gold für Deutschland: Auf die Vielseitigkeitsreiter ist einfach Verlass. Auch Judoka Ole Bischof liegt gut im Rennen. Alles rund ums deutsche Olympia-Team im Überblick.

Endlich die erste Goldmedaille für Deutschland: Die Vielseitigkeitsreiter sind Olympiasieger. Alle Informationen rund ums deutsche Olympia-Team im Überblick:

Alle deutschen Florettfechter gescheitert

Benjamin Kleibrink, der viermalige Einzel-Weltmeister Peter Joppich und Sebastian Bachmann sind beim olympischen Florett-Turnier früh gescheitert. Joppich bleibt nach dem 10:15 gegen den starken Ägypter Alaaeldin Abouelkassem im Achtelfinale zumindest bis zur Teamentscheidung am Sonntag ohne Olympia-Medaille. Bachmann unterlag bei seiner olympischen Premiere ebenfalls unter den besten 16 dem topgesetzten Italiener Valerio Aspromonte mit 11:15. Bei Kleibrink stand schon nach dem Auftaktgefecht fest, dass der Linkshänder seinen Olympiasieg von 2008 in London nicht wiederholen können würde. Denn in einer Neuauflage des Gold-Gefechts von damals verlor Kleibrink gegen den Japaner Yuki Ota hoch mit 5:15.

Kerber souverän

Angelique Kerber hat problemlos das Tennis-Achtelfinale bei den Olympischen Spielen in London erreicht. Die Kielerin gewann am Dienstag 6:1, 6:1 gegen die ungarische Außenseiterin Timea Babos. Kerber nutzte nach 56 Minuten gleich ihren ersten Matchball.

Judoka Ole Bischof ganz dicht vor Medaillengewinn

Vier Jahre nach seinem Gold-Coup von Peking greift Judoka Ole Bischof auch bei den Spielen in London nach einer Medaille. Der 32-Jährige besiegte am Dienstag in seinem Pool-Finale in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm den Japaner Takahiro Nakai vorzeitig und steht damit im Halbfinale gegen Travis Stevens (USA). Bei einem weiteren Sieg hätte Bischof bereits Silber sicher. Dagegen war für Claudia Malzahn in ihrer Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm gleich im ersten Kampf Endstation.

Hockey-Herren mit Energieleistung

Deutschlands Hockey-Herren haben dank einer Energieleistung einen erfolgreichen Einstand beim Olympia-Turnier in London gefeiert. Gegen den unbequemen Außenseiter Belgien gelang der zum Kreis der Mitfavoriten gehörenden Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise am Montagabend ein verdientes 2:1.

Vor 9000 Zuschauern in der Riverbank-Arena brachte Jerome Dekeyser den kampfstarken belgischen EM-Dritten in Führung, die Florian Fuchs aber noch vor der Pause ausgleichen konnte. Christopher Zeller war zum 2:1 für Deutschland erfolgreich, das im zweiten Turnier-Match am Mittwoch (22.15 Uhr) auf Südkorea trifft. Die Asiaten hatten zuvor Neuseeland 2:0 bezwungen.

Timo Boll scheitert im Achtelfinale

Deutschlands Tischtennis-Star Timo Boll ist beim Olympia-Turnier in London bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Der WM-Dritte verlor am Montagabend seine Partie gegen den Rumänen Adrian Crisan sensationell mit 1:4 Sätzen und verpasste damit auch im vierten Anlauf seine erste Einzel-Medaille bei Olympischen Spielen. Wenige Stunden nach seinem 4:0-Auftaktsieg gegen Außenseiter Noshad Alamiyan (Iran) hatte der Rekord-Europameister keine Chance gegen den fast fehlerlos spielenden Bundesliga-Akteur von Werder Bremen.

Ovtcharov im Olympia-Viertelfinale

Timo Bolls Kollege Dimitrij Ovtcharov steht dagegen erstmals im Viertelfinale eines olympischen Einzel-Turniers. Der 23 Jahre alte Hamelner bezwang am Montagabend in London in seinem zweiten Turniermatch den gebürtigen Chinesen Weixing Chen (Österreich) mit 4:0-Sätzen. Zuvor hatte der glänzend aufgelegte Weltranglisten-Zwölfte den britischen Hoffnungsträger Paul Drinkhall ebenfalls ohne Satzverlust geschlagen.

Biedermann fünfter über 200 Meter Freistil

Paul Biedermann hat bei den Olympischen Spielen in London eine Medaille über 200 Meter Freistil verpasst. Der Weltrekordhalter aus Halle/Saale schwamm am Montag im Endlauf in 1:45,53 Minuten auf Platz fünf. Der Weltjahresbeste Yannick Agnel aus Frankreich siegte in 1:43,14 Minuten überlegen vor den Asiaten Sun Yang aus China und Weltmeister Park Tae-Hwan aus Südkorea, die zeitgleich nach 1:44,83 Minuten anschlugen. Biedermann verpasste die erste deutsche Olympia-Medaille über 200 Meter Freistil seit 1984. Bei den Spielen in Los Angeles hatten Michael Groß Gold und Thomas Fahrner Bronze geholt.

Deutsches Turnteam verpasst Medaille

Die deutschen Turner haben im Teamfinale eine Medaille klar verfehlt. Nach verpatztem Auftakt beendeten sie vor 16.500 Zuschauern in der ausverkauften North Greenwich Arena von London den Wettkampf mit 268,019 Punkten auf dem enttäuschenden siebten Platz. In Peking waren sie als Vierte wesentlich knapper an einer Medaille vorbeigeschrammt. Der Titel ging nach 2000 und 2008 zum dritten Mal an China.

Die Hoffnung auf deutsches Edelmetall schien schon zum Auftakt am "Zitter"-Pferd gestorben, als Andreas Toba und Philipp Boy schwer patzten. Doch dann setzten die Deutschen zu einer Aufholjagd an, die aber mit dem erneuten Absturz von Philipp Boy ihr Ende fand. Hervorragend präsentierte sich hingegen Fabian Hambüchen an seinen fünf Geräten und krönte seinen Auftritt mit einer perfekten Reck-Übung, die von den Kampfrichtern die Spitzennote 16,166 erhielt.

Wasserspringer Hausding/Klein verpassen Medaille

Patrick Hausding und Sascha Klein sind im Synchronwettbewerb vom Turm an der erhofften Olympia-Medaille deutlich vorbeigesprungen. Die WM-Zweiten belegten am Montag im Aquatics Centre den siebten Platz. Ein verpatzter dreieinhalbfacher Rückwärtssalto kostete die Olympia-Zweiten von 2008 die Medaille.

Jasmin Schornberg im Kanuslalom-Halbfinale

Jasmin Schornberg aus Hamm ist bei den Olympischen Spielen zum Abschluss der Kanuslalom-Qualifikation ihren Teamkollegen Hannes Aigner und Sideris Tasiadis ins Halbfinale gefolgt. Im einzigen Frauen-Wettbewerb zog die Weltmeisterin von 2009 im Lee Valley White Water Centre als Achte der Ausscheidung in die Vorschlussrunde am Donnerstag ein. Im zweiten Lauf war Jasmin Schornberg trotz einer Steigerung auf 102,14 Sekunden vom sechsten auf den achten Rang zurückgefallen.

Am Vortag hatten die Augsburger Aigner im Kajak und Tasiadis im Canadier die Medaillenrunde erreicht. Dagegen waren am Montag die Leipziger David Schröder und Frank Henze im Zweier-Canadier als Elfte gescheitert.

Trotz Protest: Olympia-Aus für Schröder/Henze

David Schröder und Frank Henze sind bei den Olympischen Spielen in London als erste deutsche Slalomkanuten in der Qualifikation gescheitert. Nach einem abgewiesenen Protest gegen einen Torfehler verpassten die Canadier-Fahrer aus Leipzig den Einzug ins Halbfinale als Elfte. Am Ende fehlten dem Duo am Montag im Lee Valley White Water Centre 3/100 Sekunden, um als Zehnte weiter im Wettkampf zu bleiben. "Logisch ist das eine Enttäuschung", sagte Chefbundestrainer Michael Trummer.

Im ersten Lauf waren Schröder/Henze fehlerfrei geblieben und fuhren nach 107,50 Sekunden als Neunte durchs Ziel. Im zweiten Durchgang standen nach vier Strafsekunden für zwei Torberührungen 107,79 Sekunden an der Anzeigetafel. Gegen eine Bestrafung hatte der Deutsche Kanu-Verband (DKV) Protest eingelegt. Dieser wurde von der Jury abgewiesen. In 107,47 Sekunden aus dem zweiten Rennen sicherten sich die Australier Kynan Maley und Robin Jeffery den letzten Halbfinal-Platz.

Tennis-Frauen auf dem Vormarsch

Sabine Lisicki ist beim olympischen Tennis-Turnier als dritte Deutsche in die zweite Runde eingezogen. Die Berlinerin setzte sich am Montag in London gegen die Tunesierin Ons Jabeur nach hartem Kampf mit 4:6, 6:0, 7:5 durch. Gegen die Nummer 297 der Welt tat sich Lisicki äußerst schwer. Erst nach 1:49 Stunden verwandelte sie ihren ersten Matchball. Zuvor hatten bereits Julia Görges und Angelique Kerber ihre Auftakthürden gemeistert. Nur für Mona Barthel war in der ersten Runde Endstation.

Beachvolleyball-Duo steht im Achtelfinale

Julius Brink und Jonas Reckermann (Leverkusen/Köln) setzten sich in drei Sätzen (13:21,21:19,15:8) gegen Xu Linyin und Wu Penggen aus China durch und erreichen damit die Runde der letzten 16.

Deutsche Ruderflotte weiter mit allen Booten im Rennen

Die Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bleibt bei der olympischen Regatta mit allen Booten im Rennen. Ein Sieg im Hoffnungslauf auf dem Dorney Lake von Eton ebnete dem Zweier ohne Steuermann am Montag den Weg in das Halbfinale. In souveräner Manier gaben Anton Braun (Berlin) und Felix Drahotta (Rostock) der Konkurrenz aus Serbien das Nachsehen. Kerstin Hartmann (Ulm) und Marlene Sinnig (Krefelder) zogen mit einem zweiten Rang hinter Rumänien in das Finale des ungesteuerten Zweiers ein.

In bedenklicher Form präsentierten sich dagegen der Frauen-Doppelzweier. Weit abgeschlagen mussten sich das höher gehandelte Duo Tina Manker (Berlin) und Stephanie Schiller (Potsdam) im Vorlauf mit Rang vier begnügen. Immerhin bleibt die Chance, sich über den Hoffnungslauf für das Finale zu qualifizieren. Dagegen blieb der Vierer ohne Steuermann im Soll. In einem sehenswerten Endspurt sicher sich die Crew um Schlagmann Sebastian Schmidt (Mainz) im Vorlauf den zweiten Rang hinter Mitfavorit Australien.

Hockey-Damen mit glücklichem 2:1-Startsieg gegen USA

Deutschlands Hockey-Damen haben sich bei Bibber-Graden zum erfolgreichen Olympia-Einstand in London gezittert. Gegen das als "schlafender Riese" geltende Team aus den USA feierte die Mannschaft von Bundestrainer Michael Behrmann am Sonntagabend beim 2:1 (2:0) einen am Ende etwas glücklichen Auftakt nach Maß und schuf sich die erhoffte gute Ausgangsbasis für den weiteren Turnierverlauf. Vor 8000 Zuschauern in der Riverbank-Arena erzielten Fanny Rinne (8. Minute) und Lisa Hahn (21.) die Tore für die über weite Strecken der Partie überlegenen Vize-Europameisterinnen. Lauren Crandall (56.) war für die USA erfolgreich.

Deutsche Freistilstaffel Sechste

Die deutsche Freistilstaffel der Männer ist bei den Olympischen Spielen in London über 4 x 100 Meter auf Platz sechs geschwommen. Benjamin Starke, Markus Deibler, Christoph Fildebrandt und Marco Di Carli schlugen am Sonntagabend in London nach 3:13,52 Minuten an. Damit blieb das DSV-Quartett nur eine Hundertstelsekunde über dem deutschen Rekord aus dem Vorlauf am Vormittag. Olympiasieger wurde nach einem packenden Rennen Europameister Frankreich in 3:09,93 Minuten vor den geschlagenen Amerikanern, die mit den Topstars Ryan Lochte und Michael Phelps nach 3:10,38 anschlugen.

Schützin Christine Wenzel verpasst als Sechste Medaille

Skeet-Schützin Christine Wenzel hat eine Medaille bei den Olympischen Spielen in London verpasst. Die dreimalige Weltmeisterin aus Ibbenbüren musste sich am Sonntag mit insgesamt 89 Scheiben mit Platz sechs begnügen. Gold gewann Weltmeisterin und Weltrekordlerin Kimberly Rhode aus den USA mit dem olympischen Rekord von 99 Scheiben.

kbe/ins/csa/feh/DPA / DPA

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