Sonntagsspiele Frohe Ostern für Bremen und Bochum


Werder Bremen hat mit einem knappen, aber verdienten Sieg gegen Nürnberg den Anschluss an Tabellenführer Schalke gehalten. Ein eingewechselter Stürmer erzielte das Siegtor. Leverkusen erlebte gegen Bochum ein Debakel, bleibt aber auf einem Uefa-Cup-Platz.

"Edeljoker" Markus Rosenberg hat Werder Bremens Titel-Hoffnungen aufrechterhalten. Mit seinem Treffer in der 75. Minute sorgte der erst kurz zuvor eingewechselte Schwede am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg für den wichtigen 1:0 (0:0)-Heimsieg der Hanseaten, die mit zwei Punkten Rückstand Verfolger Nummer 1 von Spitzenreiter FC Schalke 04 bleiben. Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion fuhren die Bremer nach den Vortages-Erfolgen der Titelrivalen Schalke, VfB Stuttgart und Bayern München damit den nötigen Pflichtsieg ein. Die wackeren Nürnberger hingegen konnten im Kampf um die Uefa-Cup-Qualifikation keinen Boden gegenüber dem ebenfalls besiegten Rivalen aus Leverkusen gutmachen.

Beim Aufeinandertreffen des besten Angriffs mit der besten Abwehr mussten die Bremer ohne die verletzten Nationalspieler Pierre Womé, Daniel Jensen, Tim Borowski und Christian Schulz auskommen. Und wie schon beim.0:0 vor drei Tagen im Uefa-Cup-Gastspiel bei AZ Alkmaar taten sich die Hanseaten auch gegen die kompakten Nürnberger erneut sehr schwer. So entwickelte sich eine an Höhepunkten lange Zeit arme Partie. Die Gäste hatten durch den nach abgesessener Gelbsperre wieder mitwirkenden Torjäger Robert Vittek (23.) sogar die erste gute Chance, doch der Slowake verpasste Jan Polaks Hereingabe haarscharf.

Klose zeigt ansteigende Form

Bis zum Pausenpfiff ließen die Nürnberger mit Ausnahme eines von Nationalspieler Per Mertesacker (38.) zu hoch angesetzten Kopfballs keine Gelegenheit der Hausherren zu. Diese waren zwar insgesamt mehr in Ballbesitz, aber zu wenig in Bewegung, um die Hintermannschaft des "Club" auszuhebeln. Rühmliche Ausnahme war ausgerechnet der mit der Hypothek von 1032 Pflichtspiel-Minuten ohne eigenen Torerfolg ins Spiel gegangene Miroslav Klose. Der Stürmerstar kämpfte vorbildlich und zeigte sich gegenüber den vorherigen Auftritten klar verbessert.

Nach Wiederbeginn zogen die Gastgeber das Tempo an. Sofort wurde das Niveau besser und - vor allem - stellten sich Chancen ein. Kloses Nebenmann Hugo Almeida (54./56.) setzte sich mit zwei fulminanten Linksschüssen, die beide knapp ihr Ziel verfehlten, gut in Szene. Doch auch die konterstarken Nürnberger hatten durch Polak (61.) und Michael Beauchamp (63.) gefährliche Aktionen. Mit der Hereinnahme von Rosenberg als dritter Spitze setzte Thomas Schaaf für die letzten 20 Minuten voll auf Offensive. Und der Werder-Coach bewies damit ein "goldenes Händchen": Denn nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung sorgte der in der Winterpause geholte Schwede für den Siegtreffer.

Leverkusen völlig von der Rolle

Im zweiten Sonntagsspiel hat sich Bayer Leverkusen völlig von der Rolle präsentiert. Drei Tage nach der 0:3-Heimpleite im Uefa-Cup erlebte das Werksteam am Ostersonntag beim 1:4 (0:3) gegen den VfL Bochum gleich das nächste Debakel in der Bay Arena. Vor 22.000 Zuschauern trafen Karim Haggui (8./Eigentor), Anthar Yahia (16.) und Theofaniks Gekas (22./90.) mit seinem 15. und 16. Saisontor für die starken Gäste, die erstmals in dieser Spielzeit den zweiten Sieg in Folge einfuhren und sich vom 16. auf den elften Platz verbesserten. Stefan Kießling gelang nur noch der Anschlusstreffer (62.). Wegen Schiedsrichterbeleidigung sah der Jung-Nationalspieler dann auch noch die rote Karte (80.). Leverkusens Kapitän Bernd Schneider bekam zudem in seinem 275. Bundesliga-Spiel die fünfte gelbe Karte. Der 33-Jährige ist damit im nächsten Spiel bei Bayern München gesperrt.

Michael Rossmann/DPA/tis DPA

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