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Rekordangebot von ManU? 100 Millionen Euro: Wird der FC Bayern im Fall Müller schwach?

Thomas Müller winkt mit beiden Händen beim Verlassen des Spielfelds
Abschied vom FC Bayern? Dem Verein liegt angeblich ein Angebot über 100 Millionen Euro von ManU vor
© Damir Sagolj/Reuters
Eigentlich schien die Sache nach einem klaren Nein des FC Bayern schon vom Tisch. Doch die Gerüchte wollen nicht verstummen, dass Manchester United weiter an Thomas Müller baggert - und das mit einem schier unmoralischen Angebot.

Wird der FC Bayern doch noch schwach und lässt Nationalspieler Thomas Müller nach England ziehen? Das kürzliche Nein aus München war eigentlich kategorisch, doch laut übereinstimmenden Medienberichten greift Manchester United nun noch einmal massiv an. Das jüngste Angebot soll bei nicht weniger als 100 Millionen Euro liegen. Nie zuvor wurde für einen Spieler aus der Bundesliga mehr Geld geboten. Ein Summe, bei der selbst der reiche FC Bayern schwach werden könnte.

Durch neue TV-Verträge schwimmen die Premier-League-Clubs derzeit geradezu im Geld. Deshalb erscheint selbst ein Angebot in dieser Höhe als durchaus realistisch. Außerdem treibt der frühere Bayern- und jetzige ManU-Coach Louis van Gaal, wie es heißt, die Verpflichtung Müllers massiv voran. Der  Niederländer ist als großer Fan des bodenständigen Weltmeisters aus Bayern bekannt. "Müller spielt immer", lautete van Gaals Credo in seiner Zeit beim FC Bayern. Das könnte sich der Coach offenbar auch bei Manchester United gut vorstellen. Dort heuerte mit Bastian Schweinsteiger erst kürzlich eine Münchner Identifikationsfigur an.

"Guardian": Müller offen für einen Wechsel

Schon der Wechsel von Schweini kam bei den Fans nicht sonderlich gut an. Was wäre rund um die Säbener Straße wohl los, würde mit Thomas Müller ein weiterer Ur-Bayer ins Old Trafford wechseln? Eine offene Frage, denn bestätigt wurde offiziell bisher nichts. Van Gaal wollte während einer Pressekonferenz vor einem Vorbereitungsspiel des englischen Rekordmeisters bei den San José Earthquakes in den USA keine Namen nennen. Eine Frage nach weiteren Verstärkungen quittierte der Coach mit dem Satz: "Wir arbeiten daran. Es ist nicht der Stürmer, über den die Medien geschrieben haben. Warten Sie ab und schauen Sie." Die Gerüchte über einen Müller-Transfer eindämmen konnte er damit aber nicht. Und Bayern-Kapitän Philipp Lahm witzelte in China, wo die Münchner derzeit auf Testspielreise sind, zwar über die Spekulationen ("Ich glaube, er wird nicht abheben"), sagte aber auch, man könne im Fußball nie Garantien geben.

Thomas Müller hat beim FC Bayern einen bis 2019 gültigen Vertrag und gilt eigentlich als unverkäuflich. Auch der Weltmeister selbst hinterließ bisher in der Öffentlichkeit nicht den Eindruck, den deutschen Rekordmeister verlassen zu wollen, sagte vor zwölf Monaten ManU zudem aktiv ab. Vor allem der britische "Guardian" will nun aber andere Informationen haben. "Thomas Müller", so heißt es dort, "sei offen für einen Wechsel zu Manchester United, obwohl Bayern München insistiert, dass der Stürmer nicht zu verkaufen ist." Zwar sei der Weltmeister einer der Topspieler der Bayern und zudem ein Liebling der Fans, doch sei sich Trainer Pep Guardiola angeblich nicht sicher, wie wertvoll der 25-Jährige wirklich sei. Das als seriös bekannte Blatt berichtet von einem Streit während des Trainings und davon, dass Guardiola in der vergangenen Saison nicht immer auf Müller setzte - was dem Trainer Pfiffe der Fans einbrachte. All das habe Müllers Meinung geändert.

FC Bayern will wettbewerbsfähig bleiben

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte erst kürzlich moniert, dass die Premier-League-Vereine durch die neuen TV-Verträge die Bundesliga überholt hätten. Der Verlust von Thomas Müller an den englischen Rekordmeister würde ihm Recht geben. Andererseits bliebe der FC Bayern bei einem Deal über 100 Millionen Euro international wettbewerbsfähig. Kann man da an der Säbener Straße standhaft bleiben?

dho/mit Agentur

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