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Uefa-Cup: Da waren es nur noch drei

Drei der fünf Bundesligisten haben im Uefa-Cup die Gruppenphase erreicht. Besonders knapp war es für Stuttgart und Hamburg - am Ende eines Nervenkrieges mit dem FC Kopenhagen rettete die Hanseaten eine Hand in die nächste Runde.

Die Fußball-Bundesliga ist in der Gruppenphase des Uefa-Pokal-Wettbewerbs wie im Vorjahr mit drei Mannschaften vertreten. Der Hamburger SV, Hertha BSC Berlin und der VfB Stuttgart schafften am Donnerstag den Sprung in die nächste Runde. Dagegen sind Bayer 04 Leverkusen und Europacup-Neuling FSV Mainz 05 ausgeschieden. Die Auslosung für die Gruppenphase findet am kommenden Dienstag am Sitz der Europäischen Fußball-Union in Nyon/Schweiz statt.

Rafael van der Vaart bewahrte den Hamburger SV in letzter Minute vor einem peinlichen Erstrundenaus. Der Niederländer traf in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit einem Handelfmeter zum schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Sieg beim dänischen Tabellenführer FC Kopenhagen, der den Hanseaten nach dem 1:1 im Hinspiel den Einzug in die Gruppenphase sicherte. "Es ist ein unbeschreibliches Glücksgefühl, aber ich möchte nicht viele Spiele mit solch einer Dramaturgie erleben", sagte HSV- Trainer Thomas Doll.

Elfmeter und Wut

In einer hektischen Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Nachdem Sergej Barbarez in der 57. Minute einen strittigen Handelfmeter verschossen hatte, wurde zunächst Doll wegen Meckerns auf die Tribüne geschickt (77.). Sieben Minuten später bekam Verteidiger Khalid Boulahrouz vom englischen Schiedsrichter Matthew David Messias wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (84.) gezeigt. Nach dem erneuten Elfmeterpfiff wurden die aufgebrachten Kopenhagener Michael Silberbauer (Rot) und Peter Möller (Gelb-Rot) vom Platz gestellt. Den Dänen hätte das torlose Unentschieden zum Weiterkommen gereicht.

Hertha BSC Berlin setzten sich nach dem 1:0 vor vierzehn Tagen auch im Rückspiel gegen die Zyprer Apoel Nikosia mit 3:1 durch. In der einseitigen Partie erzielten Marcelinho (20.), Nando Rafael (25.) und Ellery Cairo (59.) die Treffer für den Bundesliga-Vierten, der sich danach zurückhielt und vor 22.612 Besuchern im Olympiastadion noch den Ehrentreffer von Kostas Makrides (76.) kassierte.

Schwaben mit Minimaleinsatz

Stuttgart kam beim 0:1 bei NK Domzale gehörig ins Schwimmen und blamierte sich gegen den slowenischen Tabellenführer. Dank des 2:0 im Hinspiel kam die Mannschaft von Trainer Giovanni Trapattoni aber weiter. Dalibor Stevanovic (16.) erzielte das Tor für die Slowenen. Dauerregen und eine defekte Drainage sorgten vor 3000 Zuschauern für irreguläre Bedingungen. NK-Abwehrspieler Luka Elsner sah in der 66. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

Der tapfer kämpfende Europacup-Neuling FSV Mainz bekam vor 33.400 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank-Arena vom FC Sevilla eine Lektion erteilt. Nach dem torlosen Hinspiel kassierten die Rheinhessen zwei Gegentore durch Frederic Kanouté (9., 40.), durch die die Partie bereits vor der Pause entschieden war.

Mit der zweiten Niederlage unter Teamchef Rudi Völler verabschiedete sich Bayer Leverkusen aus dem Wettbewerb. Zwei Wochen nach der 0:1-Heimniederlage gegen ZSKA Sofia verlor der Bundesliga- Achte auch in der bulgarischen Hauptstadt mit 0:1 (0:0) und verpasste durch das Tor des Marokkaners Mourad Hdiouad (67. Minute) die Gruppenphase.

DPA / DPA

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