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Uefa-Cup-Quali: HSV leicht und locker im Europa-Pokal

Überlegen hat der Hamburger SV gegen Honved Budapest mit 4:0 gewonnen und sich für den Uefa-Pokal qualifiziert. Mann des Tages war Paolo Guerrero, der die Rothosen mit zwei Toren auf die Siegerstraße brachte.

Der Hamburger SV hat die letzte Hürde zum Uefa-Pokal dank Doppeltorschütze Paolo Guerrero leicht und locker genommen und darf doch noch auf Europas großer Fußballbühne mitspielen. Die Hanseaten setzten sich am Donnerstagabend im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde gegen Honved Budapest mit 4:0 (2:0) durch und zeigten sich für den Bundesliga-Klassiker gegen den FC Bayern München am Sonntag gut gerüstet. Die Treffer des überraschend aufgebotenen Guerrero (10./39. Minute), ein Eigentor von Mico Smiljanic (50.) und das Premierentor von Maxim Choupo-Moting (90.+1) brachten dem HSV vor 42 090 Zuschauern im strömenden Regen einen souveränen Sieg. Damit komplettieren die Hamburger bei der Auslosung der ersten Hauptrunde an diesem Freitag in Monte Carlo das deutsche Uefa-Pokal-Quartett mit den Bayern, Pokalsieger 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen.

Im Gegensatz zum mühevollen 0:0 im Hinspiel gegen den ungarischen Tabellenführer dominierten die Hamburger die Partie nach Belieben und hätten das Ergebnis noch klarer gestalten können. "Das ist ein Imagegewinn für den Verein", bezeichnete Trainer Huub Stevens die im Nachrückverfahren über UI-Cup und Qualifikationsrunde gesicherte Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Der Holländer ersetzte seinen gesperrten Landsmann Nigel de Jong im defensiven Mittelfeld durch Verteidiger Vincent Kompany. Im Angriff bot Stevens Guerrero für den leicht angeschlagenen Mohamed Zidan auf.

Guerero erzielte früh den Führungstreffer

Diese Personalentscheidung sollte sich lohnen. Nach einem geschickten Zuspiel von Rafael van der Vaart, der im Gegensatz zu seiner vom Valencia-Wechseltheater begleiteten Hinspielpause wieder mitwirkte, schob Guerrero den Ball zur frühen Führung ins Honved-Tor. Der Treffer gab dem HSV Sicherheit. Nur einmal geriet das eigene Tor in Gefahr. Als Joris Mathijsen eine scharfe Flanke abfälschte, reagierte Torwart Frank Rost (13.) sicher.

Auf der Gegenseite kombinierten die Hamburger, versäumten es aber zunächst, sich klare Chancen zu erspielen. Einzig Guerrero sorgte in der 33. Minute mit einem Distanzschuss für Gefahr und ließ sechs Minuten später mit einem sehenswerten Kopfball seinen zweiten Treffer folgen. Damit war der Widerstand der schwachen Ungarn endgültig gebrochen. Die HSV-Dominanz setzte sich auch im zweiten Abschnitt fort. Eine Flanke von Timothee Atouba fälschte Smiljanic ins eigene Tor ab. Der Serbe verhinderte damit den möglichen dritten Treffer Guerreros, der hinter ihm einschussbereit lauerte.

Sonntag gegen die Bayern

In der letzten halben Stunde schalteten auch die Hamburger einen Gang zurück und schonten sich schon für den anstehenden Bundesliga-Hit gegen München. Stevens gönnte auch Matchwinner Guerrero und Kapitän van der Vaart einen frühen Feierabend und ersetzte das Duo durch die Nachwuchsspieler Maxim Choupo-Moting und Änis Ben-Hatira. Und wieder bewies Stevens ein gutes Händchen. In der Nachspielzeit besorgte Choupo-Moting den Endstand.

Britta Körber/DPA / DPA

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