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UI-Cup: Bundesliga-Duell droht zu platzen

Das mögliche Duell im UI-Cup-Halbfinale zwischen dem HSV und Borussia Dortmund ist in Gefahr. Während die Hamburger mit einem Bein in der nächsten Runde stehen, bangt der BVB ums Weiterkommen.

Es wäre das Highlight vor dem Bundesliga-Start: Ein rein deutsches Halbfinale im Fußball-UI-Cup zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV. Doch ob es dazu kommt, erscheint nach den Hinspielen der dritten Runde fraglich. Die Borussen kamen im Heimspiel gegen Sigma Olmütz aus Tschechien über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus. Dagegen erledigte der HSV seine Auswärtsaufgabe bei Uniao Leiria in Portugal mit 1:0 (0:0) pflichtgemäß. Neben den Hamburgern hat sich auch der VfL Wolfsburg mit einem 2:0 (1:0) bei IFK Göteborg eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen.

"Haben unprofessionell und undiszipliniert gespielt"

Bei den mit rund 90 Millionen Euro verschuldeten Dortmundern hängt der Haussegen schon wieder schief. Wie im Vorjahr, als der BVB gegen den RC Genk in der dritten Runde ausschied, droht eine Blamage und der Verlust dringend benötigter Millionen-Einnahmen aus dem UEFA-Cup. "Wir haben unprofessionell und undiszipliniert gespielt", zürnte Trainer Bert van Marwijk. Man könne nicht nur "einfach nach vorne rennen".

Der BVB wurde nach dem Führungstor durch Florian Kringe (8.) vor 43.000 Fans im Westfalenstadion ausgekontert und hatte nach dem Eigentor von Jan Koller (44.) sogar Glück, dass es nicht noch schlimmer kam. Unglücksrabe Koller holte noch zu einem weiteren Tiefschlag aus. Tschechischen Zeitungen verriet er, ihn reize es, den BVB in der nächsten Saison ablösefrei zu verlassen, um "mit einem Spitzenclub regelmäßig in der Champions League zu spielen".

Nun können die Westfalen nur noch auf das Prinzip Hoffnung für das Rückspiel setzen. "Wenn wir keine Fehler machen, können wir Olmütz schlagen", sagte Christoph Metzelder trotzig. Doch van Marwijk hat kaum personelle Alternativen. Das Team stellt sich nach zwölf Abgängen und trotz neun neuer Spieler fast von allein auf. Bis auf Sebastian Kehl und Lars Ricken spielten gegen Olmütz die Besten.

Dagegen plant der HSV nach dem Hinspielsieg in Portugal durch ein Tor von Piotr Trochowski (57.) schon die nächste Runde. "Ich bin zufrieden", gestand Trainer Thomas Doll. "Schön, dass die Jungs trotz der harten Einheiten im Trainingslager in Going alles aus sich herausgeholt haben." Erstaunt waren die Spieler allerdings, dass lediglich 1000 Zuschauer den Bundesliga-Dino in dem 29.400 Plätze bietenden Estadio Municipal Dr. Magalhaes Pessoa sehen wollten.

Der VfL Wolfsburg erreichte einen souverän herausgespielten Sieg in Göteborg. Dank der Treffer von Andres D’Alessandro (33.) und Maik Franz (51.) kann der VfL dem Rückspiel am 23. Juli in Wolfsburg beruhigt entgegensehen. Die Wolfsburger machten trotz der laufenden Bundesliga-Vorbereitung den fitteren Eindruck. Gegen den Zweiten der schwedischen Liga, der mitten in der Saison steht, dominierte der VfL von Beginn an und erspielte sich mehrere gute Torchancen. Das Team hatte am Vortag das Trainingslager in Bad Lauterberg im Harz für die Partie in Göteborg unterbrochen und reiste kurz nach dem Schlusspfiff wieder nach Deutschland.

Kaspar Kamp und Franko Koitzsch/DPA / DPA

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