UI-Cup Schalke hui, HSV pfui


Der FC Schalke 04 steht nach einem 3:1-Auswärtssieg bei Esbjerg fB mit einem Bein im Finale des UI-Cups. Der HSV hingegen wird noch zittern müssen.

Der Hamburger SV hat das Hinspiel im UI-Cup beim spanischen Erstligisten FC Villarreal mit 0:1 (0:0) verloren. Der Fußball-Bundesligist muss damit um den Einzug ins Finale und die angestrebte Qualifikation für den UEFA-Cup bangen. Vor lediglich 7000 Zuschauern am späten Mittwochabend im Stadion El Madrigal erzielte Sonny Anderson per Foulelfmeter (62.) das Tor für die Spanier. Björn Schlicke hatte zuvor Jose Mari im Strafraum zu Fall gebracht. Das Rückspiel findet am kommenden Mittwoch in Hamburg statt.

Der Bundesligist ist seiner Tradition treu geblieben: Noch nie haben die Hanseaten in ihrer Europapokal-Geschichte in Spanien gewonnen. Die Bilanz weist nunmehr sechs Niederlagen und zwei Unentschieden aus. Die Gäste konnten letztlich zufrieden sein, mit lediglich einem Gegentor die Heimreise antreten zu können.

Eine Torchance in 90 Minuten

Ohne Kapitän Tomas Ujfalusi (Zehenprellung), Sergej Barbarez (Adduktorenzerrung) und Mehdi Mahdavikia (Asien-Meisterschaft) spielte der HSV behäbig, einfallslos und strahlte keinerlei Torgefahr aus. Mit lediglich einem Schussversuch aufs Tor der Spanier in der ersten Halbzeit stellten sich die Gäste ein Armutszeugnis aus. Die einzige Chance vergab Bernardo Romeo nach Flanke von Emile Mpenza (49.).

Ganz anders die Spanier. Der UEFA-Cup-Halbfinalist der vergangenen Saison hätte schon nach zwölf Minuten mit zwei Toren führen können. Der Brasilianer Anderson, der in der vergangenen Saison zwölf Tore in der Primera Division erzielt hatte, wurde von HSV-Abwehrchef Daniel van Buyten elfmeterreif zu Fall gebracht (3.). Der Pfiff des Schiedsrichters blieb allerdings aus. Wenig später überwand Anderson Torwart Martin Pieckenhagen mit einem Heber, doch Raphael Wicky klärte in höchster Not auf der Linie (12.).

Ailton trifft für Schalke

Während der HSV noch um den Finaleinzug bangen muss, steht der FC Schalke 04 so gut wie sicher im UI-Cup-Endspiel. Der Fußball-Bundesligist setzte sich am Mittwochabend im Halbfinal-Hinspiel beim fünfmaligen dänischen Meister Esbjerg fB mit 3:1 (1:1) durch. Die Treffer für das Team von Trainer Jupp Heynckes erzielten vor 8500 Zuschauern in Herning der brasilianische Neuzugang Ailton (40. Minute), der nach einer Stunde eingewechselte Mike Hanke (71.) und Hamit Altintop (87.). Die Gastgeber waren früh durch Jerry Lucena (8.) in Führung gegangen. Das Rückspiel findet am Dienstag in der Arena AufSchalke statt.

Heynckes hatte seine Elf im Vergleich zum 2:1-Sieg im Viertelfinal-Rückspiel bei Vardar Skopje auf zwei Positionen verändert. Niels Oude Kamphuis kehrte nach seiner Grippe ebenso in die erste Elf zurück wie Kapitän Tomasz Waldoch. Lincoln und Thomas Kläsener saßen zunächst auf der Bank. Wegen der Renovierung des eigenen Stadions war Esbjerg für die Partie in das rund 90 Kilometer entfernte Herning ausgewichen.

Ohne die Copa-America-Teilnehmer Marcelo Bordon, Gustavo Varela und Dario Rodriguez verschlief der Revier-Club die erste Viertelstunde der Partie. Trotz der Warnungen von Heynckes ("Esbjerg hat ein anderes Niveau als Skopje") ermöglichten die "Königsblauen" dem Vorjahres-Dritten der dänischen Liga mehrere gefährliche Torchancen. Gleich die erste nutzte Lucena zum 1:0. Der Amerikaner überwand Schalkes Keeper Frank Rost mit einem Flachschuss.

Möglicher Finalgegner aus Nantes oder Liberec

Danach wachte der UEFA-Pokal-Sieger von 1997 auf und wurde im Verlauf des Spiels immer stärker. Noch vor der Pause kamen die Schalker durch eine schöne Direktabnahme des ehemaligen Bremers Ailton zum Ausgleich. In den zweiten 45 Minuten waren die Gäste das eindeutig bessere Team und kamen verdient zu zwei weiteren Treffern.

Mögliche Finalgegner der Schalker sind der FC Nantes oder der tschechische Vertreter Slovan Liberec. Nach dem 1:0-Hinspielsieg von Liberec gegen die Franzosen könnte es somit zu einer Neuauflage des UI-Cup-Halbfinales vom vergangenen Jahr kommen. Damals hatten sich die Schalker gegen die Tschechen durchgesetzt.

DPA DPA

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