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Werder Bremen: Frings möchte zu Juve wechseln - vielleicht

Mit deutlichen Worten hat Werder Bremens Mittelfeldmotor Torsten Frings bestätigt, dass er sich die Angebote von Juventus Turin und anderen Clubs "anhören möchte". Frings Vertrag läuft wie der von Miroslav Klose 2008 aus.

In bislang nicht geäußerter Deutlichkeit hat Bremens Nationalspieler Torsten Frings seine Ambitionen auf einen möglichen Wechsel ins Ausland bekundet. Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler, der beim Bundesliga-Tabellenzweiten noch bis 30. Juni 2008 unter Vertrag steht, will die Anfragen von Clubs mit seinem Berater intensiv prüfen. "Anhören möchte ich mir alles", sagte Frings am Donnerstag in Frankfurt, wo er sich mit der Nationalmannschaft auf das EM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien vorbereitet. Frings erklärte allerdings einschränkend: "Das heißt ja nicht gleichzeitig, dass ich unbedingt den Verein wechseln möchte."

Ein erstmaliges Engagement außerhalb Deutschlands würde den unter anderem von Juventus Turin umworbenen Werder-Profi, der in der Bundesliga auch für Borussia Dortmund und Bayern München gespielt hat, reizen. "Ich könnte mir sehr gut vorstellen, noch einmal ins Ausland zu wechseln. Es sind ein paar Anfragen gekommen, und natürlich muss man sich damit beschäftigen", sagte Frings. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf sein Alter. "Für mich wäre es die letzte Chance, ins Ausland zu wechseln", sagte der 30-Jährige.

Über Frings Ambitionen kann man nur spekulieren

Über die Ernsthaftigkeit von Frings Ambitionen kann man nur spekulieren. Bekannt ist, dass die Bremer Miroslav Klose ein attraktives Angebot zur vorzeitigen Vertragsverlängerung gemacht haben. Nach Zeitungsberichten sollen sie dem Stürmer ein Jahresgehalt von 4,2 Millionen Euro angeboten haben. Kloses Vertrag läuft wie der von Frings bis 2008. Es kann also sein, dass Frings pokern möchte, um auch eine vorzeitige Vertragsverlängerung zu erhalten. Die Vereinsführung dürfte Meisterschaftsendspurt über einen neuen Unruheherd wenig begeistert sein.

Frings könnte bei seinen Plänen womöglich von Artikel 17 im Fifa-Vertragsstatut profitieren, wonach insbesondere Spieler über 28 Jahren unter gewissen Voraussetzungen trotz eines gültigen Vertrages vorzeitig den Verein verlassen können, aber nur ins Ausland. "Mit dem Paragrafen beschäftige ich mich nicht. Das ist nicht meine Aufgabe, dafür habe ich einen sehr guten Manager", sagte Frings, der vom erfahrenen Berater Norbert Pflippen gemanagt wird.

DPA/tis / DPA

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