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Fußball-WM in Brasilien: Das sind die miesesten WM-Songs

Autsch, das ging schief! Im Wettbewerb um die Hymne für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien sind viele schreckliche Songs entstanden. Wir haben eine Auswahl für Sie zusammengestellt.

Fremdschämen statt Feiern ist das Motto vieler WM-Songs in diesem Jahr. Dabei liefern sich Pornostars, Teenager und Polizisten einen harten Wettbewerb um den inoffiziellen Titel der schlechtesten WM-Hymne. Eine nähere Auswahl zu treffen, fällt dennoch schwer. Denn grotesk-schlechte Videos, die mitunter per Webcam gedreht wurden, in Kombination mit anspruchslosen Texten, bieten viele. Gesangstalent wird bei den meisten Protagonisten zudem gänzlich vermisst. Wir haben uns dennoch durch die Massen von WM-Liedern gekämpft und stellen Ihnen fünf besonders miese Beispiele vor. Es verhält sich dabei ein wenig wie mit der Katastrophenberichterstattung. Man will die Bilder eigentlich sehen, aber wegschauen kann man irgendwie auch nicht.

Melanie Müller - "Deutschland schießt ein Tor"

WM-Songs sollten möglichst simpel sein. Schließlich soll jeder, der die Texte noch nicht kennt und vielleicht auch nicht mehr ganz nüchtern ist, schnell mitsingen können. Melanie Müller übertrifft mit "Deutschland schießt ein Tor" dieses Ziel mehr als deutlich. Die Dschungel-Königin trällert im Wesentlichen nur eine Strophe herunter. Knapp bekleidete Frauen, die im Leben noch kein Instrument in die Hand genommen haben und in einem Stadion eines Amateurvereins so tun, als würden sie selbige spielen, machen die Kulisse für das Trash-Erlebnis perfekt. Eins hat das Ex-Pornosternchern aber immerhin erreicht: Ihr Titel ist derzeit der deutsche WM-Song mit den meisten Klicks auf Youtube.

Fritz - "Haut ihn rein"

Der Junge aus Zella-Mehlis mit der Tony-Marshall-Gedächtnisfrisur schlägt wieder zu. Fritz hat bereits mit seinem eingängigen "Thüringer Klöße"-Lied viel Aufsehen erregt. Nun will er mit dem Song "Haut ihn rein" Fans und Nationalmannschaft für die anstehende WM anfeuern. Statt treibender Rhythmen gibt es hier leider nur lahmen Schlagerbrei. Man beachte dazu das wirklich authentische, brasilianische Outfit des Burschen aus Thüringen. Auch die im Clip präsentierte Getränkeauswahl spricht für eine sehr akribische Vorbereitung des Drehs.

Aische - "Deutschalalalaland"

Aische Pervers verdient ihr Geld als Pornodarstellerin. Zur WM beglückt sie uns mit ihrem ersten musikalischen Machwerk und es bleibt zu hoffen, dass es ihr Letztes bleibt. "Wir singen alle lautstark, bis es schmerzt" singt Aische unter anderem. Doch das Einzige, das hier schmerzt, sind die Ohren der Zuschauer. Da hilft es auch nicht, dass sie zahlreiche Deutschlandfahnen im Zimmer platziert und gerne etwas mehr Haut zeigt. Immerhin dürften die Produltionskosten für das Video überschaubar geblieben sein. Sie scheint es zu Hause mit der Webcam aufgenommen zu haben.

Diedo - "WM Song"

"Das ist doch geil, das ist doch geil", singt die Musik-Kaberett-Gruppe Diedo aus der Pfalz. Leider ist der WM-Song der Ü40-Damentruppe gar nicht mal so geil. Während der textlich wenig ausgefallene Refrain ("Lalalala") durchaus hörbar ist, sind die Strophen ein einziger Unfall. Die Aneinanderreihung der Namen der Nationalspieler ist so kreativ wie ein paar Socken als Geburtstagsgeschenk.

Reiner Bley - "Olá Brasil"

Während Aische Pervers sich wenigstens noch den Aufwand machte, das Video mit einer externen Tonspur zu versehen, singt der Polizist Reiner Bley quasi live über die Musikuntermalung aus der Anlage. Zugegeben, ein besserer Ton hätte den Song auch nicht gerettet. Insofern ist Bley nur konsequent. Highlight des auf dem heimischen Rasen aufgenommenen Videos ist dabei ohne Frage die Bauchtänzerin im Hintergrund.

fra

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