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Kampagne gegen Spielsucht: Singapur blamiert sich mit WM-Spot

Sportwetten können Menschen in die Armut treiben und Familien zerstören. Um davor zu warnen, läuft in Singapur gerade ein Werbespot zur Abschreckung. Leider setzten die Macher auf das falsche Team.

Vergangene Woche wurde ein Werbespot zum Gespött in sozialen Netzwerken, der offensichtlich in Erwartung einer Niederlage Deutschlands gedreht worden war: In dem Spot sagte ein verzweifelter Junge mit dem Namen Andy, er hoffe, das Deutschland Weltmeister wird, denn sein Vater habe das ganze Ersparte auf einen Sieg der DFB-Auswahl gesetzt.

Der Spot sollte eigentlicht zeigen, wie Familien durch Wettsucht verarmen können. Er lief erstmals ausgerechnet in der Halbzeitpause beim 7:1-Sieg gegen Brasilien, beim Stand von 5:0. "Väter wissen es eben immer am besten", wurde in sozialen Netzwerken geätzt.

Nach dem WM-Sieg zeigte die zuständige Behörde NCPG am Montag einen neuen Spot: Ein Freund fragt Andy, ob er das Ersparte nun zurückbekommen habe. "Nein", sagt Andy traurig. "Papa will weiter alles aufs Spiel setzen." Gleich kamen im Internet neue Parodien auf, wo Andy etwa hinzufügt: "Aber dieses Mal habe ich auch meine Schwester überzeugt, Papa ihr Geld zu geben."

Der Billigflieger Scoot stürzte sich auch auf Andy. In einer Anzeigenkampagne sagt Andy dort: "Deutschland hat gewonnen. Jetzt bucht mein Papa für alle Urlaub mit Scoot."

ono/DPA / DPA

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