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Ermittlungen gegen Marokkaner: Schalke-Star Harit soll bei tödlichem Unfall zu schnell gefahren sein

Schalkes Mittelfeldspieler Amine Harit startet unter schlechten Vorzeichen in die Vorbereitung für die neue Saison. Nach dem Aus mit Marokko bei der WM wird der Fußballer in einen Unfall verwickelt. Ihm könnte eine harte Anklage drohen.

Schalke-Star Amine Harit, der mit Marokko bei der WM in Russland spielte

Schalke-Star Amine Harit, der mit Marokko bei der WM in Russland spielte

Getty Images

Die marokkanische Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem schweren Verkehrsunfall, in den der Schalker Mittelfeldspieler Amine Harit verwickelt war, nach eigenen Angaben unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Zudem werde dem Fußballer vorgeworfen, die Geschwindigkeit nicht beachtet und einen Verkehrsunfall verursacht zu haben, bestätigte der zuständige Staatsanwalt in der marokkanischen Stadt Marrakesch am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Eine erste Anhörung des marokkanischen Nationalspielers solle in der kommenden Woche stattfinden. Harit habe eine Kaution in Höhe von 10.000 Dirham (etwa 900 Euro) gezahlt. 

Nach Angaben von Christian Heidel hat der Schalke-Profi inzwischen seinen Reisepass und seinen Führerschein wieder. Das gab der Sportvorstand am Dienstag kurz nach der Landung der Gelsenkirchener Profis in Shanghai bekannt. Es sei ein tragischer Unfall gewesen, betonte Heidel. Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte eine Vereinssprecherin den Sachverhalt zu Harits Pass und Führerschein. Mehrere Medien hatten übereinstimmend darüber berichtet. 

Amine Harit überfuhr Menschen und tötete ihn

Der 21 Jahre alte Harit, der für Marokko bei der WM in Russland gespielt hatte, war in der Heimat seiner Eltern in der Nacht zum Samstag in einen Unfall verwickelt, bei dem ein Mann getötet wurde. Das Opfer war nach Angaben der marokkanischen Behörden 28 Jahre alt. Bislang war von einem 18-Jährigen die Rede gewesen.

Harit hatte Heidel am Samstag in einem Telefonat mitgeteilt, am Steuer gesessen zu haben. "Er habe als Fahrer des Unglückswagens keine Möglichkeit gehabt, den tragischen Unfall zu verhindern", hieß es zu diesem Zeitpunkt in einer Mitteilung der Schalker. 

Die Schalker denken nun darüber nach, Harit Sonderurlaub zu gewähren, um die Geschehnisse verarbeiten zu können. Wie es am Dienstag hieß, soll der Spieler in den kommenden Wochen wieder zur Mannschaft des Meisterschaftszweiten stoßen. Dabei wird er sich auch mit Chefcoach Domenico Tedesco abstimmen. Es ist denkbar, dass er im Trainingslager vom 29. Juli bis 6. August in Mittersill wieder dabei sein kann.

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