HOME

Teamhotel in Russland: DFB soll Nationalspielern das Internet gesperrt haben - weil sie nachts zu lange Videospiele zockten

Einem Medienbericht zufolge zockten einige der DFB-Stars in Russland derart viel Playstation im Teamhotel, dass der Verband "für mindestens eine Nacht" das Internet sperrte.

Dem Bericht zufolge sollen die deutschen Nationalspieler nächtelang Playstation gespielt haben

Dem Bericht zufolge sollen die deutschen Nationalspieler nächtelang Playstation gespielt haben

DPA

Nach dem ersten Vorrundenaus einer deutschen Nationalmannschaft bei einer Fußball-WM überhaupt stehen Mannschaft und Führung weiter in der Kritik. Am Freitag geriet Teammanager Oliver Bierhoff für sein missverständlichen Aussagen über Mesut Özil unter Beschuss, ZDF-Experte Oliver Kahn griff zudem Bundestrainer Joachim Löw scharf für dessen Kaderauswahl an. Nun berichtet die "Bild"-Zeitung (Bezahlinhalt) von einem angeblichen Vorfall im Teamhotel des DFB-Tross in Russland, der eigentlich mehr an ein Ferienlager für Nachwuchskicker erinnert. 

Dem Blatt zufolge sollen einige deutsche Nationalspieler nächtelang auf ihren Zimmern Videospiele an der Playstation gespielt haben. Dies habe letztlich dazu geführt, dass "Oliver Bierhoff, Jogi Löw und die anderen Verantwortlichen" für "mindestens eine Nacht" das Internet im Hotel gesperrt hätten. Ohne W-Lan hätten die Fußballstars dann nicht mehr gegeneinander und onlinebasiert spielen können. Dem Bericht zufolge ging es dabei wahrscheinlich um das Fußball-Videospiel Fifa18 oder das derzeit extrem beliebte Ballerspiel Fortnite. Aus letzterem haben sich zahlreiche Kicker bei der WM in Russland, darunter auch Frankreichs Superstar Antoine Griezmann, ihren Torjubel abgeguckt.

Bierhoff: "Zu viele Spieler mehr mit sich beschäftigt"

Laut der Nachrichtenagentur DPA hieß es vom DFB dazu am Samstag, dieses Thema habe bei der WM keine Rolle gespielt. Eine stern-Anfrage beim Deutschen Fußballbund blieb zunächst unbeantwortet.

Teammanager Bierhoff hatte sich in den vergangenen Tagen wiederholt in den Medien zum schwachen Abschneiden der deutschen Mannschaft geäußert und auch eigene Fehler eingestanden. Die Verantwortung suchte er jedoch auch bei den DFB-Kickern, sagte er etwa der "Welt" auf die Frage, ob der Kader möglicherweise nicht optimal zusammengestellt war: "Ich glaube, am Ende waren zu viele Spieler mehr mit sich selbst beschäftigt." Offenbar wussten sie sich auch anders zu beschäftigen.

Belgiens Stürmerstar: Der Preis für den dümmsten WM-Torjubel ist Michy Batshuayi sicher
fin

Wissenscommunity