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Sonderfall Fairplay-Wertung: Wie Boateng Deutschland aus dem Turnier werfen könnte

Mittwoch kann sich Deutschland durch einen Sieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung ins Achtelfinale befördern. Gewisse Konstellationen werden jedoch deutlich komplizierter. Es könnte gar das Los entscheiden.

Jerome Boateng flog gegen Schweden wegen dieses Einsteigens mit gelb-roter Karte vom Platz

Jerome Boateng flog gegen Schweden wegen dieses Einsteigens mit gelb-roter Karte vom Platz

Getty Images

Durch den Last-Minute-Sieg über Schweden hat Deutschland sein Schicksal wieder in der eigenen Hand. Gewinnt die DFB-Elf am Mittwoch gegen Südkorea mit mindestens zwei Toren Unterschied, ist ihr das Achtelfinale nicht zu nehmen. Rechenfüchse bereiten sich aber bereits auf alle möglichen anderen Fälle vor. So könnte noch das Los über Deutschlands Weiterkommen entscheiden, oder die Fairplay-Wertung. 

Sollte Deutschland am Mittwoch in Kasan mit 0:1 gegen Südkorea verlieren und zeitgleich Schweden 0:1 gegen Mexiko unterliegen, würde folgender Fall eintreten: Zwischen dem DFB-Team, Schweden und Südkorea würde wegen Punkt- und Torgleichheit ein Dreiervergleich gebildet. Darin hätte alle drei Teams drei Zähler. Deutschland und Schweden hätten eine Tordifferenz von 2:2, Südkorea von 1:1. Die Asiaten wären damit ausgeschieden, da sie weniger Tore erzielt haben.

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Fairplay-Wertung würde entscheiden

Um zu bestimmen, ob Deutschland oder Schweden weiter ist, zählt anschließend jedoch nicht der direkte Vergleich zwischen beiden Teams. Stattdessen käme es zum Vergleich der Fairplay-Wertung. Darin liegt Deutschland mit zwei Gelben Karten und Gelb-Rot für Jérôme Boateng vor dem letzten Spiel schlechter als die Schweden, die bislang dreimal Gelb sahen. Je nachdem, was in den letzten Gruppenspielen noch passiert, könnte also die Gelb-Rote von Boateng zum entscheidenden Zünglein an der Waage werden. 

Der selbe Modus würde ebenfalls greifen, wenn Deutschland 1:0 gegen Südkorea gewinnt und die Schweden mit 1:0 Mexiko bezwingen. Mexiko wäre dann als Gruppendritter ausgeschieden. Sollte es auch in der Fairplay-Wertung zu einem Gleichstand kommen, würde letztlich das Los entscheiden. Der offizielle Regeltext für die WM ließ Interpretationsspielraum offen. 

Grundsätzlich erreicht Deutschland am Mittwoch übrigens das Achtelfinale ...

  • wenn das DFB-Team mit mindestens zwei Toren Unterschied gegen Südkorea gewinnt.


  • wenn das DFB-Team gegen Südkorea gewinnt und Schweden nicht gegen Mexiko gewinnt.


  • wenn das DFB-Team gegen Südkorea gewinnt, Schweden gegen Mexiko gewinnt, und Deutschland bei gleicher Tordifferenz der beiden Teams nicht weniger geschossene Tore hat.


  • wenn das DFB-Team gegen Südkorea unentschieden spielt und Schweden gegen Mexiko verliert.


  • wenn das DFB-Team gegen Südkorea unentschieden spielt und Schweden ebenfalls ein Remis gegen Mexiko erzielt. Dann muss Deutschland mehr oder gleich viele Tore bei seinem Unentschieden erzielen als bzw. wie Schweden.


  • wenn das DFB-Team gegen Südkorea mit einem Tor Unterschied verliert und Schweden gegen Mexiko ebenfalls mit dem gleichen Ergebnis verliert. Dann käme es zum Dreiervergleich zwischen Deutschland, Schweden und Südkorea. In diesem hätte Deutschland bei einer Niederlage von 1:2, 2:3, etc. die meisten geschossenen Tore im Dreiervergleich und wäre weiter. 
Zwischen dem schwedischen Nationalcoach Janne Andersson und Mitgliedern aus dem deutschen Betreuerstab ist es zu einem unschönen Gerangel gekommen.
fin mit Agentur / DPA

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