HOME

WM-Historie als Orakel: Weltmeisterfluch schlimmer als bislang bekannt: Deutschland übersteht die Vorrunde, aber ...

Zahlen lügen nicht: Ein Blick auf die WM-Historie verrät nicht nur, dass Deutschland als Titelverteidiger ausscheiden wird, sondern auch wann. Und sogar, wer nächster Weltmeister wird.

WM Deutschland Bulgarien 1994

Als Deutschland das letzte Mal bei einer WM als Titelverteidiger antrat, 1994 in den USA, wurde es von Bulgariens Jordan Letschkow (l.) im Viertelfinale aus dem Turnier geschossen

Picture Alliance

Vom Weltmeisterfluch will Jogi Löw nichts wissen, natürlich nicht. Könnte er ja sonst sofort wieder abreisen. Nein, der Weltmeisterfluch, dieses ominöse Ausscheiden von Titelverteidigern in der Vorrunde, wird "uns nicht" nicht passieren, wie der Bundestrainer selbstbewusst mahnt. "Wir werden es schaffen!". Sein Wort in allen Ehren, aber ein Blick in die WM-Historie zeigt eine andere Geschichte, eine traurige: Den Titel wird die Nationalmannschaft nämlich nicht verteidigen, laut Statistik ist spätestens im Viertelfinale Schluss. So wie 1994: Christo Stoitchkow und Jordan Letchkow hießen die beiden Bulgaren, die Deutschland aus der Runde der letzten Acht geschossen haben.

1962 wurde zuletzt ein WM-Titel verteidigt

In all den 88 Weltmeisterschaftsjahren ist es eh nur zwei Teams gelungen, ihren Titel zu verteidigen und das ist eine Ewigkeit her: Italien 1938 und Brasilien 1962 - alle anderen Weltmeister sind im folgenden Turnier gescheitert und das meist kläglich. Deutschland 1978 etwa, als die Mannschaft in der "Schmach von Cordoba" 3:2 gegen Österreich verlor und damit die letzte Chance auf ein Weiterkommen verpasste. Oder Frankreich 2002 - der Weltmeister verabschiedete sich ohne Tor und Sieg sang und klanglos als letzter der Vorrundengruppe A. Nur unwesentlich besser erging es Spanien 2014 und Italien vier Jahre vorher.

Ein kleiner Trost für Jogis Jungs dürfe sein, dass ein Vorrunden-Aus für den Titelträger trotz allem eher die Ausnahme ist. Nur leider genauso unwahrscheinlich wie das Erreichen des Halbfinales. Unter die letzten vier schafften es Deutschland 1958, Brasilien 1974 und Argentinien 1990. 1998 verlor Brasilien in Frankreich das Finale. Ansonsten: gilt Koffer packen nach dem Viertelfinale (dreimal, beziehungsweise fünfmal wenn man die 2. Runden von 1978 und 1982 mit dazu zählt). Im Achtelfinale hat es einmal Italien erwischt, 1986 war das.

Und Weltmeister wird: Frankreich

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn der Kelch Brasilien (in allen Bereichen die große Ausnahme bei Fußball-Weltmeisterschaften) im ersten Versuch am DFB-Team vorrübergehen sollte, wird Deutschland mutmaßlich am 6. Juli gegen Brasilien oder Belgien ausscheiden. Beides immerhin Teams, die in ihrer aktuellen Verfassung zu den Titelfavoriten gehören - auch wenn keines von ihnen Weltmeister werden wird.

Denn von allen Turnieren mit Vorrundengruppen (alle bis auf zwei) kam der Titelgewinner am häufigsten aus der Gruppe A oder C (je fünfmal). Da wohl weder Gastgeber Russland noch Uruguay Chancen auf den Titelgewinn haben, bleibt die Gruppe C übrig. Und dort spielt - ohnehin einer der großen Favoriten: Frankreich. Deren zweiter Titel übrigens noch aus einem anderen Grund wahrscheinlich ist: Denn am häufigsten wurden Mannschaften in blauen Trikots Weltmeister: Uruguay, Argentinien, Italien und Frankreich zusammen neunmal.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.