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Interview

Auftaktpleite gegen Mexiko: Weltmeister-Fluch? Löw will davon nichts wissen: "Uns wird es nicht passieren"

Aus dem WM-Fehlstart gegen Mexiko will Joachim Löw Lehren ziehen. Einen radikalen Kurswechsel lehnt der Bundestrainer jedoch ab. Das nächste frühe Scheitern eines Weltmeisters werde es nicht geben.

Joachim Löw

Joachim Löw hat bis zum Spiel gegen Schweden viel zu tun.

Getty Images

Der WM-Auftakt ist missglückt. Das DFB-Team unterlag Mexiko mit 0:1 und offenbarte zahlreiche Schwächen. Auf Bundestrainer Joachim Löw wartet jede Menge Arbeit, um die Mannschaft auf das nächste Gruppenspiel gegen Schweden einzustellen. Nach der Pleite in Moskau stellte sich Löw den Fragen der Presse.

Was bedeutet dieser WM-Fehlstart für Sie und Ihr Team?

Es ist enttäuschend, dass wir das erste Spiel verloren haben. Das ist für uns eine absolut ungewohnte Situation, weil wir bei vielen Turnieren das erste Spiel gewonnen haben. Aber das ist eine Situation, die wir jetzt annehmen müssen. Es gibt Widerstände in einem Turnier, das weiß man. Wir müssen die Lehren daraus ziehen.

Was war los, gerade in der ersten Hälfte?

In der ersten Halbzeit haben wir schlecht gespielt. Wir haben nicht unser gewohntes Passspiel gezeigt. Wir hatten viele Ballverluste. Natürlich waren die Räume für die Mexikaner dann offen, weil wir in der Offensivbewegung waren. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Druck erzeugt. 

Deutschland ist bekannt für seine Turniermentalität. Wie kann man die zurückgewinnen?

Klar, jetzt sind erstmal alle geknickt. Aber ab morgen geht der Blick nach vorne. Das Spiel wird aufgearbeitet. Unsere Mannschaft hat genug Erfahrung, um auch mal mit so einer Niederlage umzugehen. Wir werden wieder aufstehen. Natürlich ist das nächste Spiel gegen Schweden für uns wichtig. Das müssen wir gewinnen.

Sie hatten nach den Testspielen gegen Österreich und Saudi-Arabien gesagt, dass einige Spieler körperlich nicht so gut drauf waren. Das sollte gegen Mexiko anders sein. Den Eindruck vermittelten einige Spieler nicht. Was sagen Sie zur Verfassung?

In der ersten Halbzeit haben wir nicht den Eindruck gemacht, dass wir so dynamisch sind, wie man das von uns kennt. In der zweiten Halbzeit hatte ich nicht das Gefühl, dass wir kräftemäßig abgebaut haben. Am Willen, das Spiel zu drehen, hat es nicht gelegen. Wir haben alles nach vorne geworfen. Wir mussten Kontersituationen hinnehmen, aber an der Kraft hat es nicht gelegen.

Werden Sie jetzt alles über den Haufen werfen und etwas ganz anderes im zweiten Spiel gegen Schweden versuchen?

Nein, einen Plan über den Haufen schmeißen, das machen wir schon gar nicht. Gerade wenn wir die Dinge machen, die wir normalerweise gut können in unserem Spiel, haben wir immer mit unseren Spielern die Fähigkeiten, dass wir zum Abschluss kommen. Wir werden nicht von unserem Weg abgehen. Wir müssen diese Stärke wieder finden, die wir in den letzten zwei, drei Spielen nicht hatten.

Warum hat Ihre Mannschaft anfangs so nachlässig agiert?

Das müssen wir genau ergründen. Das war so nicht geplant. Wir wussten, dass wir Stabilität haben müssen. Wir waren anfangs ungewohnt nervös und nicht so im Spiel, wie wir das wollten. Erst in der zweiten Halbzeit wurden wir druckvoller und dominanter. 

Mexiko war sehr stark über die Flügel, auch das Tor wurde über die starke linke Seite erzielt. Wie konnte das passieren?

Es war klar, dass die Außenpositionen von Mexiko sehr stark sind, sehr dribbelstark, sehr gut im Eins gegen Eins. Deswegen haben wir gesagt, dass wir, wenn es in unsere Hälfte geht, möglichst zu zweit da sind und doppeln. Wenn der Spieler Lozano so viel Platz hat und mit Anlauf kommen kann, hat es jeder Verteidiger schwer. Da war es für den Jo Kimmich nicht einfach, wenn Lozano immer mit Tempo aus dem Konterspiel kam. Das war unser Problem, auch beim Tor.

Thomas Müller war im Spiel gegen Mexiko kaum zu sehen

  

Sie könnten als Gruppenzweiter schon im Achtelfinale auf Brasilien treffen. Was sagen Sie dazu?

Eines mache ich jetzt sicher nicht, nämlich, darüber nachzudenken, was möglich sein könnte im Achtelfinale. Warum sollte ich das tun? Das ist mir jetzt völlig egal, wer dann der Gegner ist. Wir müssen erst einmal unsere Hausaufgaben machen und das nächste Spiel gewinnen. Wir stehen jetzt unter Druck. Ein Achtelfinale ist jetzt keine Überlegung für mich. Jetzt geht es darum, alles so vorzubereiten, dass wir im zweiten Spiel die Dinge besser machen.

Sie haben eigentlich eine sehr ballsichere Mannschaft. Können Sie sich die vielen Ballverluste in den letzten Spielen erklären?

Schwierig. Zum einen sind wir im Abspiel fahrig. Wir haben Ballverluste, die man so von der Mannschaft nicht kennt. Zum anderen machen wir für unser Positionsspiel im Moment den Raum auf dem Platz nicht breit genug. Der Gegner hat Zeit und kurze Wege, um anzulaufen. Wir kommen aus unseren gefährlichen Räumen heraus, gehen nicht tief, spielen auf engem Feld die Bälle in den Fuß. Da muss der Gegner keine langen Wege machen, kommt in den Zweikampf. Das ist im Moment unser Problem. Passqualität und räumliche Qualität stimmen nicht.

Letztes Jahr haben Sie mit einer jungen Mannschaft den Confed Cup gewonnen und Mexiko im Halbfinale klar besiegt. Jetzt sind Sie mit einem erfahrenen Team hier. Hätten sie doch mehr junge Spieler mitnehmen sollen?  

Ich glaube, wir haben insgesamt eine relativ junge Mannschaft. Wir haben keine zu alte Mannschaft, davon sind wir weit entfernt. Unser Gerüst bilden schon Spieler, die über viel Erfahrung und eine hohe Qualität verfügen, auch wenn man das heute nicht so gesehen hat. Letztes Jahr beim Confed Cup war es eine ganz andere Situation. Die kann man nicht vergleichen. Beim Confed Cup waren die Mexikaner in der Defensive und in ihrem Spiel um einiges schlechter.

Drei der vier letzten Weltmeister - Frankreich 2002, Italien 2010, Spanien 2014 - sind bei der nächsten WM in der Vorrunde ausgeschieden. Warum war das so? Und warum wird es Deutschland nicht passieren?

Warum das bei den anderen Nationen so war, weiß ich auch nicht. Uns wird es nicht passieren! Wir werden es schaffen!

Deutschland hat erstmals ein WM-Spiel gegen Mexiko verloren. Und es war die erste Niederlage einer europäischen Mannschaft beim Turnier hier in Russland. Ist es eine Überraschung, dass das ausgerechnet dem Weltmeister passiert?

Irgendwann ist immer das erste Mal. Jetzt ist es passiert. Wir haben nicht das gezeigt, was wir können. In einem Turnier gibt es solche Widerstände. Die muss man annehmen. Darüber müssen wir reden. Wir werden deswegen nicht auseinanderfallen. Und wir werden jetzt nicht etwas völlig Anderes tun. An unserer Linie halten wir fest. Wir müssen einige Korrekturen anbringen. Es gibt aber keinen Grund, völlig auseinanderzufallen, weil man ein Spiel verloren hat. In der Vorrunde gibt es drei Spiele. Wir haben alle Möglichkeiten, das zu korrigieren.

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vit / Klaus Bergmann / DPA

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(