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WM-Qualifikation: Skandal-Tor rettet Frankreich das WM-Ticket

Frankreich fährt zur WM. Beim 1:1 nach Verlängerung gegen Irland hatten die Franzosen allerdings viel Glück. Das entscheidende Tor hätte nicht zählen dürfen. Auch Griechenland, Slowenien, Portugal, Algerien und Uruguay sicherten sich WM-Tickets.

Vize-Weltmeister Frankreich zitterte sich zur Fußball-WM 2010 in Südafrika. Erst in der Verlängerung rettete Williams Gallas (103.) mit einem heftig umstrittenen Tor der Equipe Tricolore das 1:1 (0:1, 0:1) gegen aufopferungsvoll kämpfende Iren und damit Trainer Raymond Domenech den Job. Vor dem Ausgleich hatte Kapitän Thierry Henry allerdings den Ball klar mit der Hand gespielt. Schiedsrichter Martin Hansson aus Schweden erkannte den Treffer aber nach langer Beratung mit seinen Assistenten dennoch an.

Damit blieb den Franzosen die Schmach erspart, sich die WM-Endrunde wie zuletzt 1994 im Fernsehen ansehen zu müssen. Zuvor hatten die Iren den hohen Favoriten aber an den Rand einer nationalen Katastrophe gebracht. Kapitän Robbie Keane glich mit seinem Treffer in der 33. Minute das 0:1 aus dem Hinspiel aus und führte sein Team damit in die Verlängerung.

Damit blieb den Franzosen die Schmach erspart, sich die WM-Endrunde wie zuletzt 1994 im Fernsehen ansehen zu müssen. Zuvor hatten die Iren den hohen Favoriten aber an den Rand einer nationalen Katastrophe gebracht. Kapitän Robbie Keane glich mit seinem Treffer in der 33. Minute das 0:1 aus dem Hinspiel aus und führte sein Team damit in die Verlängerung.

Rehhagel schafft mit Griechenland die Sensation


Otto Rehhagel hat in seinem 100. Spiel als griechischer Nationaltrainer seine erste Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft perfekt gemacht. Dimitrios Salpingidis bescherte dem Team von "König Otto" im Play-off-Rückspiel in der Ukraine mit seinem "goldenen Tor" in der 31. Minute den 1:0 (1: 0)-Erfolg in Donezk, der nach dem 0:0 im Hinspiel für den Europameister von 2004 das Ticket zur Endrunde in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) bedeutete. Für die Hellenen ist es nach 1994 die zweite Teilnahme an einer Endrunde.

Rehhagel lobte seine Elf über den grünen Klee. "Ich habe den Jungs gesagt, dass heute kein Weg zu weit sein darf. Wir haben den Sieg verdient, weil wir aufopferungsvoll gekämpft haben. Das war eine großartige Leistung, ein mentaler Gewaltakt", sagte "Rehakles" am ARD-Mikrofon.

Die Ukraine dagegen muss auf ihre zweite WM verzichten und kann sich nun bereits auf die gemeinsam mit Polen ausgetragene EM 2012 konzentrieren. Vor der WM 2002 in Japan und Südkorea hatte die Ukraine in den Play-offs gegen Deutschland (1:1 und 1:4) den Kürzeren gezogen. 2006 in Deutschland scheiterten sie bei ihrer bislang einzigen Endrunden-Teilnahme im Viertelfinale (0:3) am späteren Weltmeister Italien.

Portugal übersteht Hexenkessel in Bosnien


Ohne den verletzten Superstar Cristiano Ronaldo erkämpfte sich Portugal im Hexenkessel von Zenica die fünfte WM-Teilnahme . Der WM-Vierte von 2006 machte durch ein 1:0 (0:0) im Play-off-Rückspiel in Bosnien-Herzegowina die Qualifikation für Südafrika perfekt. Das Hinspiel vier Tage zuvor hatte die Seleccao ebenfalls 1:0 gewonnen.

Damit ist das Szenario einer WM ohne den Weltfußballer gerade noch mal abgewendet, auch wenn Ronaldo beim letzten Schritt nach Südafrika gar nicht mithelfen konnte. Wie schon im Hinspiel fiel der Ballzauberer von Real Madrid wegen einer hartnäckigen Knöchelverletzung aus. Stattdessen ließ Raul Meireles die Portugiesen mit seinem Treffer jubeln (56.).

Russland scheitert an Slowenien


Außenseiter Slowenien stoppte die WM-Serie von Russlands Star-Trainer Guus Hiddink. Durch ein Tor des Bochumer Bundesliga-Stürmers Zlatko Dedic besiegten die Slowenen in Maribor den EM-Halbfinalisten Russland 1:0 (1:0) und buchten damit das Ticket zur Fußball-WM 2010 in Südafrika. Während Sloweniens Fans die zweite Endrunden-Teilnahme nach 2002 frenetisch bejubelten, findet erstmals seit 1994 wieder ein WM-Turnier ohne Hiddink statt.

Dedic, der zu Saisonbeginn nach Bochum gekommen war, verdarb mit seinem Tor in der 44. Minute dem Niederländer die vierte WM-Teilnahme in Folge - mit dem vierten verschiedenen Land. 2006 hatte er in Deutschland Außenseiter Australien ins Achtelfinale geführt und war dort unglücklich am späteren Weltmeister Italien gescheitert.

Uruguay reicht Unentschieden


Uruguay hat am Mittwoch (Ortszeit) ein 1:1 (0:0)-Unentschieden gegen Costa Rica erreicht und sich damit als letzte Mannschaft die Qualifikation für die Fußball-WM 2010 gesichert. Die Tore in Montevideos ausverkauftem Centenario-Stadion erzielten Sebastiàn Abreu (69. Minute) für die Gastgeber und Walter Centeno (74.) für die Gäste.

Dem zweimaligen Weltmeister (1930 und 1950) Uruguay reichte für das ersehnte WM-Ticket ein Unentschieden, nachdem die Südamerikaner das Hinspiel der Relegationsrunde vergangenen Samstag in San José bereits mit 1:0 gewonnen hatten. Uruguay ist nach Brasilien, Paraguay, Chile und Argentinien das fünfte und damit letzte südamerikanische Land, das sich für die WM im kommenden Jahr in Südafrika qualifiziert hat.

DPA/SID / DPA

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