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Zweite Bundesliga: Köln lässt Federn, Verfolger patzen

Der 1. FC Köln hat an Vorsprung in der Zweitliga-Tabelle eingebüßt. Gegen den SC Paderborn verlor der Tabellenführer. Doch so richtig profitierten die Verfolger von Kölns Ausrutscher nicht.

Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln hat im Kampf um den direkten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga mit dem 0:1 (0:0) gegen den SC Paderborn einen herben Rückschlag erlitten. Trotz der zweiten Saison-Heimniederlage vor 48.100 Zuschauern bleibt die Mannschaft von Trainer Peter Stöger mit weiter 39 Zählern Erster vor Verfolger SpVgg Greuther Fürth (35). Alban Meha sorgte am Sonntag in der 47. Minute für die Entscheidung zugunsten der Ostwestfalen, die mit 32 Punkten Kontakt zur Spitzengruppe aufnahmen.

In der ersten Spielhälfte war es eine ausgeglichene Partie, in der sich beide Teams neutralisierten. Torchancen blieben aus. Dann war der Albanier Meha nach nur 61 Sekunden des zweiten Abschnitts mit einem von FC-Profi Daniel Halfar abgefälschten Freistoß erfolgreich. Der eingewechselte FC-Neuzugang Bard Finne vergab die bis dahin größte Kölner Möglichkeit, als Paderborns Keeper Lukas Kruse mit einem Reflex rettete (57.). Halfar scheiterte an der Querlatte (70.).

Bielefeld punktet in der Nachspielzeit

Arminia Bielefeld hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga wieder Hoffnung geschöpft. Die Elf von Trainer Stefan Krämer holte am Sonntag gegen den Aufstiegskandidaten FC St. Pauli beim 2:2 (0:1) einen Punkt. Lennart Thy (31. Minute) und Christopher Nöthe (62.) brachten die Gäste vor 23.828 Zuschauern in Führung, aber Kacper Przybylko (69./90.+2) konnte mit seinem Doppelpack Bielefeld einen Zähler retten. Bereits in der 8. Minute schoss Thomas Hübener einen Elfmeter an die Latte.

Die Partie begann mit viel Schwung. Fabian Klos zwang schon nach 47 Sekunden St. Paulis Torwart Philipp Tschauner zu einer Parade. Auf der Gegenseite scheiterte Sebastian Schachten (10.) per Kopfball an Arminia-Keeper Patrick Platins, ehe nach einer halben Stunde Thy den Ball zur Gäste-Führung ins Netz schoss. Im zweiten Durchgang traf FC-Stürmer Nöthe zum 2:0, doch die Bielefelder gaben sich nicht auf. Der eingewechselte Przybylko verkürzte erst auf 1:2 und in der Nachspielzeit erzielte er per Kopfball den Ausgleich.

KSC baut Serie aus

Nach einem am Ende hitzigen Duell ist der Karlsruher SC zum zehnten Mal nacheinander ungeschlagen geblieben. Die Badener kamen am Sonntag gegen den FC Ingolstadt allerdings über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus. Für die Gäste war es die siebte Auswärtspartie in Serie ohne Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga. Koen van der Biezen (19. Minute) brachte den KSC vor 14.010 Zuschauern im Wildparkstadion in Führung, Moritz Hartmann (43.) nutzte nach einem Eckball eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr zum Ausgleich.

Die Anfangsphase der von Taktik dominierten Partie war vor allem von gegenseitigem Respekt geprägt. Nach dem Führungstreffer verpasste es der KSC jedoch entscheidend nachzusetzen. So fiel der Ausgleich kurz vor der Pause für Ingolstadt nicht unverdient.

In der zweiten Hälfte vergab Selcuk Alibaz (76.) per Seitfallzieher den möglichen Siegtreffer für die Gastgeber. Kurz vor dem Abpfiff schickte Schiedsrichter Markus Wingenbach sowohl KSC-Stürmer Dimitrij Nazarov nach einer Unsportlichkeit als auch den Ingolstädter Almog Cohen (beide 90+1.) wegen Schiedsrichterbeleidigung nach einer Rudelbildung mit Rot vom Platz.

tkr/DPA / DPA

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