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Bundesliga: Hoffenheim trennt sich von Trainer Gisdol - Stevens übernimmt

1899 Hoffenheim zieht die Reißleine: Der Vorletzte der Bundesliga hat Chef-Trainer Markus Gisdol entlassen. Übernehmen wird der Niederländer Huub Stevens, der zuletzt den VfB Stuttgart zweimal rettete.

Markus Gisdol und Hubb Stevens als Trainergespann in schwarzen Schalke-Trainingsjacken

2011/2012 noch Trainergespann auf Schalke: Jetzt soll Huub Stevens (re.) seinen damaligen Assistenten Markus Gisdol als Cheftrainer in Hoffenheim ablösen

Bundesligist 1899 Hoffenheim hat sich von seinem Trainer Markus Gisdol getrennt. Nachfolger soll der Niederländer Huub Stevens werden, der zuletzt den VfB Stuttgart zweimal vor dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gerettet hat. Dies teilte der Club auf seiner Homepage mit. In der Mitteilung des Vereins heißt es, dass auch die Co-Trainer Frank Kaspari und Frank Fröhling freigestellt wurden.

"Natürlich ist uns diese Entscheidung nicht leicht gefallen", kommentiert TSG-Direktor Profifußball Alexander Rosen, der selber in der Kritik stand, die Trennung von Gisdol. Doch gemeinsam erlebte erfolgreiche Zeiten dürften auch nicht den Blick auf die aktuellen Realitäten verstellen. Im Kalenderjahr 2015 habe das Bundesligateam der TSG in 27 Spielen nur sechs Siege erzielt.

Sechs Punkte aus zehn Spielen

Die Krise hat die Kraichgauer mit nur sechs Punkten aus den ersten zehn Spielen auf den vorletzten Tabellenplatz geführt. Die TSG hatte am Freitagabend mit dem 0:1 gegen den Hamburger SV erneut den ersten Heimsieg verpasst. Dabei machte die Mannschaft einen völlig verkrampften Eindruck.

Gisdols Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2018. Der 46-Jährige, bei Schalke einst Assistenztrainer von Stevens, hatte sein Amt im April 2013 zusammen mit Sportchef Alexander Rosen angetreten und den Club vor dem Abstieg bewahrt. 

Stevens bleibt bis Saisonende

Der mächtige Mäzen Dietmar Hopp entzog Gisdol wie erwartet endgültig das Vertrauen. Bereits in der vergangenen Woche hatte sich der Milliardär und Gesellschafter mit den Spielern Kevin Volland, Pirmin Schwegler und Eugen Polanski zum Krisengespräch getroffen. Gisdol und Sportchef Rosen waren dabei außen vor geblieben.

Mit Rosen gab es bereits am Samstag ein Gespräch, allerdings ohne offizielles Ergebnis. Der Direktor Profifußball hatte bereits am Freitagabend erklärt, dass er seine Zukunft nicht an die des Chefcoaches gebunden sieht. Rosen soll im Amt bleiben, damit das sportliche Vakuum nicht zu groß wird.

Für den 61-jährigen Stevens ist Hoffenheim bereits die achte Station in der Bundesliga nach zweimal Schalke 04, Hertha BSC, 1. FC Köln, Hamburger SV und zuletzt zweimal VfB Stuttgart. Sein Vertrag bei den Schwaben war im Sommer nicht verlängert worden. In Hoffenheim erhält er einen Kontrakt bis Juni 2016, also bis zum Ende der aktuellen Saison.

eol/dho / DPA

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