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Lisicki-Bezwingerin: Wimbledon-Siegerin Bartoli überrascht mit Karriere-Aus

Wenige Wochen nach dem Wimbledon-Triumph von Marion Bartoli gegen Sabine Lisicki hat die Französin völlig überraschend das Ende ihrer Karriere bekannt gegeben. Ihr Körper mache nicht mehr mit.

Rien ne va plus: Nicht mal anderthalb Monate nach dem größten Erfolg ihrer Tenniskarriere mit dem Triumph in Wimbledon hat #link;http://www.wtatennis.com/players/player/1007/title/marion-bartoli;Marion Bartoli# ihren sofortigen Rücktritt erklärt. Unmittelbar nach ihrer 6:3, 4:6, 1:6-Niederlage am Mittwoch in Cincinnati gegen die Rumänin Simona Halep sagte die 28 Jahre alte Französin: "Das war das letzte Match meiner Karriere, sorry." Ihr Körper schaffe es einfach nicht mehr, meinte Bartoli, die am 6. Juli im Finale von Wimbledon die Berlinerin Sabine Lisicki geschlagen hatte.

"Ich habe mir meinen Traum erfüllt und das wird mir ewig bleiben", sagte Bartoli bei einer Pressekonferenz. Sie habe alles in Wimbledon gegeben. Nun aber habe sie nach 45 Minuten oder einer Stunde im Spiel überall Schmerzen.

Vor allem ihre Achillessehnen würden schmerzen, ihre Schultern, die Hüfte und der untere Rücken. "Es ist Zeit für mich zurückzutreten", sagte sie am Mittwoch, 39 Tage nach dem größten Erfolg ihrer Karriere.

In der vergangenen Woche beim Turnier in Toronto hatte sie zudem wegen Bauchbeschwerden ihr Achtelfinalmatch vorzeitig beenden müssen. Auch nach dem - gewonnenen - ersten Satz gegen Halep habe ihr gesamter Körper geschmerzt. Die beiden Sätze danach und damit die letzte Partie ihrer 13-jährigen Profikarriere verlor sie. "Vor dem Spiel weißt du nie, ob es dein letztes ist", sagte Bartoli, "aber nach dem Spiel habe ich so gefühlt".

"Es gibt so viele Dinge neben dem Tennis"

Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, gab die Rechtshänderin zu, die seit ihrem Aufstieg in den Profisport 2000 insgesamt acht WTA-Turniere gewann und mehr als 11 Millionen US-Dollar an Preisgeld kassierte. Durch ihren Wimbledonsieg schaffte sie es in der Weltrangliste bis auf Rang sieben.

Wie es nun weitergeht, weiß sie nicht. "Darüber habe ich nicht soviel nachgedacht", sagte Bartoli. "Es gibt so viele Dinge, die man im Leben tun kann außer Tennis spielen. Ich bin sicher, ich finde etwas." Es gebe soviel Aufregendes, für eine Frau, für eine Mutter, meinte sie.

kmi/DPA / DPA

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