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Marion Bartoli Früher kräftig, heute (viel zu?) dünn - die krasse Verwandlung eines Tennisstars

Marion Bartoli mit Wimbledon-Schale
Wimbledon-Siegerin Marion Bartoli: "Du wirst nie eine Sharapowa sein"
© picture alliance
Im Wimbledon-Finale ließ die Französin Marion Bartoli vor drei Jahren Sabine Lisicki keine Chance. Seit diesem Triumph erlebt sie eine extreme körperliche Veränderung - zu extrem?

Die Karriere der französischen Tennisspielerin lässt sich im Rückblick durchaus als märchenhaft bezeichnen - vor allem wegen des wuchtigen Happy Ends: Im Wimbledon-Finale 2013 lässt Bartoli der deutschen Favoritin Sabine Lisicki keine Chance und gewinnt mit der 47. Teilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier ihren ersten Titel - ein einsamer Rekord, so viele Anläufe hat noch keine Spielerin für den ersten Major-Triumph gebraucht.

Der späte Erfolg ändert alles für die damals 28-Jährige: Nur anderthalb Monate später beendet Bartoli völlig überraschend ihre Karriere. Seitdem nehmen Beobachter sorgenvoll eine extreme Verwandlung des Idols wahr.

Marion Bartoli: Beleidigungen eines BBC-Reporters

Rückblende: Zu ihrer aktiven Zeit sorgt Bartoli immer wieder mit ihrer auf den ersten Blick nicht allzu athletischen Figur für Aufsehen. Damals hat sie kräftige Oberarme und ein paar Pfunde mehr als die meisten ihrer Gegnerinnen. Das ändert nichts an ihrer Konkurrenzfähigkeit, wofür der Sieg in Wimbledon nur der letzte Beweis ist. Trotzdem wird selbst nach diesem Triumph noch über Bartolis Aussehen gesprochen. Der BBC-Reporter sagt nach dem Finalsieg: "Glauben Sie, Bartolis Vater hat ihr als Kind gesagt 'Du wirst nie ein Hingucker sein, du wirst nie 1,80 Meter groß sein,du wirst nie eine Scharapowa sein, also sei angriffslustig und kämpfe'?" Und Tennis-Legende John McEnroe philosophierte über Bartoli, die in ihrer Freizeit gerne malt: "Sie sieht nicht so aus, wie man sich eine Athletin vorstellt, aber sie schwingt ihren Schläger wie einen Pinsel. Sie hat ihren eigenen Picasso fabriziert."

Die BBC entschuldigt sich später für die Aussagen ihres Reporters, Bartoli nimmt es ohnehin - zumindest offiziell - gelassen: "Ich bin nicht blond, stimmt. Das ist eine Tatsache. Aber habe ich davon geträumt, einen Modelvertrag zu kriegen? Nein. Habe ich davon geträumt, Wimbledon zu gewinnen? Absolut, ja!"

Kurz darauf folgt der plötzliche Rückzug aus dem Tenniszirkus. Seitdem kann man auf Instagram und Twitter beinahe täglich verfolgen, wie Bartoli Fotos aus dem Gym und beim Workout postet. Nach eigener Aussage hat sie 30 Kilo abgenommen, wiegt bei 1,70 Metern noch 51 Kilogramm - die Folge einer Kombination aus Workout und einer Diät ohne Zucker, Gluten, Salz und Milch, wie sie der französischen Sportzeitung "L'Equipe" verraten hat.

Wichtig ist nur, dass Bartoli sich wohlfühlt

Seitdem wandelt Bartoli, ihren zahlreichen Selfies nach zu urteilen, auf einem schmalen Grat: topfit - oder zu dünn? Gefüttert werden Gerüchte über eine vermeintlich ungesunde Verwandlung durch Eindrücke wie jene des "Daily Mail"-Reporters, der Bartoli zum Interview traf: "Während sie auf manchen Fotos toll aussieht, wirkt sie von Nahem ausgelaugt. Sie friert im warmen Studio, hat eiskalte Hände und geht im Schneckentempo. Sie sagte, als wir ein Foto machen wollten, das Sitzen auf dem Boden schmerze, weil ihr Gesäß so knochig sei."

Bartoli sieht das Gerede über ihr Äußeres - wie eh und je - locker. Ihr Leben sei jetzt ein anderes, und das neue Fitnesspensum erfordere eine andere Ernährung. Klingt plausibel, und am Ende ist ohnehin nur entscheidend, dass Bartoli sich wohlfühlt in ihrem Körper. Und das kann weder ein Tennis-Experte noch ein Instagram-Follower beurteilen. Sondern nur Bartoli selbst.

tim

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