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Vorschau: Der Tag fängt mit Gold an

Katrin Rutschow-Stomporowski ist Olympiasiegerin im Rudern. Die 29 Jahre alte Berlinerin gewann das Rennen im Frauen-Einer mit über einer Bootslänge Vorsprung vor der Weißrussin Ekaterina Karsten und Weltmeisterin Rumyana Neykowa aus Bulgarien.

Das war die sechste Goldmedaille für die deutsche Olympia-Mannschaft. Die deutsche Olympia-Mannschaft geht heute (mit etlichen Medaillenchancen in die 32 Entscheidungen. Größte Gold- Hoffnung sind die Dressurreiter im Team-Wettbewerb. Die Tennis-Profis Nicolas Kiefer und Reiner Schüttler wollen es im Doppel-Finale Boris Becker und Michael Stich gleichtun, die vor zwölf Jahren in Barcelona triumphierten. Am ersten Finaltag der Ruderer sind im Einer durch Katrin Rutschow-Stomporowski und den Frauen-Doppelzweier Medaillen anvisiert. Ralf Schumann strebt mit der Schnellfeuerpistole seinen dritten Olympiasieg an. Am letzten Tag der Schwimmwettbewerbe haben beide Lagen-Staffeln Chancen auf Edelmetall.

Hitze und schwache Winde

Mit Temperaturen bis zu 38 Grad Celsius wird dieser Samstag einer der heißesten Tage der 28. Olympischen Spiele von Athen sein. Die Winde werden schwach bis mäßig aus nördlichen Richtungen wehen. Mit einem leichten Temperaturrückgang rechnet das griechische Wetteramt für den Sonntag.

Deutsche Medaillenschancen

Fechten (1 Entscheidung): Nach der ersten Medaille durch das Damen-Degen-Team will auch die Herren-Florett-Mannschaft eine Medaille. Edelmetall wäre für den Weltmeister von 2002 auch eine Rehabilitierung für die enttäuschenden Resultate im Einzelwettbewerb.

Pferdesport

: (1 Entscheidung): Die favorisierte Dressur-Equipe ist auf dem besten Weg zum erwarteten Gold. Nach der Hälfte des Grand- Prix-Wettbewerbes führt das Team deutlich. Am Samstag folgen noch die beiden besten Paare Martin Schaudt (Albstadt) mit Weltall und die Weltranglisten-Erste Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen) mit Rusty.

Radsport

(1 Entscheidung): Im Teamsprint haben die Weltmeister von 2003, Jens Fiedler (Chemnitz), René Wolff (Erfurt) und Carsten Bergemann (Heidenau), eine Medaillenchance. Topfavoriten sind aber die Franzosen, die in Sydney Gold holten und auch im Mai bei der WM in Melbourne triumphierten.

Rudern

(7 Entscheidungen): Am ersten Finaltag sind Podiumsplätze im Frauen-Einer und im Frauen-Doppelzweier avisiert. Nach ihren famosen Auftritten in Vorlauf und Halbfinale gilt Katrin Rutschow- Stomporowski (Berlin) als Goldhoffnung. Für Peggy Waleska (Dresden) und Britta Oppelt (Berlin) könnte hinter Neuseeland Silber drin sein.

Schießen

(1 Entscheidung): Mit Ralf Schumann (Suhl) strebt der erfolgreichste aktive Sportschütze der Gegenwart seinen dritten Olympiasieg nach 1992 und 1996 an. An der Seite des 42-jährigen erlebt der 18 Jahre jüngere Marco Spangenberg (Oberwallmenach) als Weltmeister mit der Schnellfeuerpistole sein Olympia-Debüt.

Schwimmen

(4 Entscheidungen): Beide Lagenstaffeln haben souverän die Endläufe erreicht: die Männer, Olympia-Dritte von Sydney, als Zweite hinter den USA, die Frauen als Dritte hinter Australien und den USA. Zwei Medaillen sind zum Abschluss der Schwimmwettkämpfe möglich.

Tennis

(3 Entscheidungen): Zwölf Jahre nach dem Olympiasieg von Boris Becker und Michael Stich in Barcelona greifen im Herren-Doppel Nicolas Kiefer (Holzminden) und Rainer Schüttler (Korbach) nach Gold. Das nach den Pleiten im Einzel überraschend starke Daviscup-Duo hat im Finale gegen die Chilenen Gonzalez/Massu beste Chancen.

Turnen

(1 Entscheidung): Henrik Stehlik aus Salzgitter geht als Weltmeister in die Konkurrenz der Trampolin-Turner. «Wir dürfen die Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben», sagt Trainer Michael Kuhn. Bei der EM in Sofia bekam Stehlik die Stärke der Konkurrenz aus Osteuropa zu spüren und wurde nur Sechster.

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