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Basketball: US-Superstars holen Olympiasieg

Die NBA-Stars sind auf den Olympia-Thron zurückgekehrt: In einem hochklassigen Finale gegen Spanien haben die US-Basketballer die Goldmedaille gewonnen. Kobe Bryant und Co. mussten allerdings ihre ganze Klasse ausspielen, um die starken Spanier in Schach zu halten.

Kobe Bryant küsste das Gold nach der Basketball- Sternstunde immer wieder, Dwayne Wade nahm die Medaille zwischen die Zähne und LeBron James lauschte ergriffen der US-Nationalhymne. Mit einem 118:107 (69:61) über Weltmeister Spanien in einem unglaublichen Finale vor 18 000 Zuschauern in Peking hatten die NBA-Stars ihren bei den Olympischen Spielen in Athen so arg ramponierten Ruf kräftig aufpoliert. Schon vor der Siegerehrung tanzten die NBA-Millionäre wie kleine Kinder durch die Halle, sausten in die Umkleidekabinen und feierten.

Als das grandiose Olympia-Endspiel entschieden war, in dem der Außenseiter aus Spanien den haushohen Favoriten beinahe gestürzt hätte, produzierte der mit 22 Punkten überragende Spanier Rudy Fernandez kurz vor Abpfiff einen Schrittfehler - kein einziger war den Amerikanern während des gesamten Turniers gepfiffen worden. In der NBA ist so etwas schließlich erlaubt. Dwayne Wade (27 Punkte), Kobe Bryant (20) und LeBron James (14) waren die besten US-Werfer.

Auch US-Girls gewinnen Gold

Auch für Amerikas Frauen war der Weltmeister bei Olympia kein Gradmesser. Zum sechsten Mal holten sich die US-Girls durch ein 92:65 (47:30) über Australien den Turniersieg. Für US-Starspielerin Lisa Leslie war es bereits das vierte Olympia-Gold. "Das ist ein Geschenk des Himmels für mich", sagte die 36-jährige. Sie verabschiedete sich am Samstag mit 14 Punkten und 7 Rebounds und wurde von den NBA-Profis auf der Tribüne mit Ovationen gefeiert. Sogar Kobe Bryant war an seinem 30. Geburtstag gekommen.

Obwohl geschlagen, sorgten auch die Spanier für Superlative. Der erst 17 Jahre alte Ricky Rubio, der auf dem Feld glänzend Regie führte, wurde zum jüngsten Basketballer, der je eine Olympia-Medaille gewonnen hat. Centerspieler Pau Gasol erzielte die meisten Punkte (158) beim Olympia-Turnier. In den anderen Leistungskategorien dominierte das Team USA. Seit dem Auftritt des legendären "Dream Team" bei den Spielen in Barcelona im Jahr 1992 mit Magic Johnson, Michael Jordan und Larry Bird hat kein US-Mannschaft mehr so überzeugen können wie der als "Redeem Team" zur Wiedergutmachung angetretene Olympiasieger.

Olympisches Turnier soll größer werden

Sollte das Olympia-Turnier, wie vom Weltverband Fiba gewünscht, 2012 mit 16 statt 12 Mannschaften angepfiffen werden, besteht die große Chance, dass der mit einer Auszeit in der deutschen Nationalmannschaft liebäugelnde Dirk Nowitzki noch einmal dabei ist. "Wenn wir uns noch einmal für Olympia qualifizieren, können wir darüber reden", hatte der 30-Jährige nach dem Olympia-Aus mit Platz zehn gesagt. Während die deutschen Korbjäger erstmals seit 16 Jahren wieder bei den Spielen dabei waren, hatten die Damen die Olympia-Qualifikation verpasst. Um es nach London zu schaffen, wartet auf Bundestrainer Imre Szittya viel Arbeit. Gegen Großbritannien verloren die DBB-Damen am Samstag in der EM-Qualifikation in Saarlouis mit 59:61 und warten damit weiter auf ihren ersten Erfolg.

Volker Gundrum/DPA / DPA

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