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Olympia-Aus: Bundestrainer Krupp schickt Eishockey-Trio nach Hause

Zwei Tage vor dem Olympia-Auftakt gegen Schweden hat Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp die Nationalspieler Alexander Barta, Christoph Ullmann und André Reiss nach Hause geschickt.

Zwei Tage vor dem Olympia-Auftakt gegen Schweden hat Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp die Nationalspieler Alexander Barta, Christoph Ullmann und André Reiss nach Hause geschickt. Krupp informierte das Trio, nachdem auch die letzten drei deutschen Nordamerika-Profis ihre NHL-Spiele am Sonntag verletzungsfrei beendeten und damit für die Winterspiele in Vancouver zur Verfügung stehen. "Das ist eine traurige Angelegenheit für die Drei, eine schwierige Sache", hatte Krupp kurz vor der offiziellen Nominierung am Montag betont. "Sie fliegen direkt nach Hause. Es ist schade, aber es ist so", sagte der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB), Franz Reindl.

Die drei Streichkandidaten hatten sich bis zuletzt Hoffnungen auf einen Einsatz im Canada Hockey Place machen dürfen. Vor allem das Aus für Stürmer Barta überrascht, weil der Kapitän der Hamburg Freezers bis zuletzt in Krupps olympischem Kern-Kader stand. In den vergangenen Wochen war der 27-Jährige aber völlig außer Form.

Dagegen hatten der Kölner Angreifer Ullmann und Hannovers Verteidiger Reiss ohnehin erst nach dem letzten Olympia-Test gegen Lettland am vergangenen Mittwoch in Frankfurt zwei der letzten vier Flugtickets nach Vancouver erhalten. Weil sich jedoch alle sieben deutschen NHL-Profis fit für den Olympia-Einsatz meldeten, blieb für die drei Spieler aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) kein Platz mehr im olympischen Dorf.

Komplettiert werden sollte die DEB-Auswahl am Montag durch das Nordamerika-Trio Marcel Goc, Alexander Sulzer und Christian Ehrhoff. Zuvor waren bereits die NHL-Akteure Marco Sturm, Jochen Hecht, Dennis Seidenberg und Thomas Greiss zur Mannschaft gestoßen. Sturm wurde von Krupp zum Kapitän ernannt.

Goc und Sulzer traten die Reise in die Olympia-Stadt mit einem Erfolgserlebnis an. Sie gewannen am Sonntagnachmittag (Ortszeit) mit ihren Nashville Predators das letzte Punktspiel vor der Olympia-Pause bei Meister Pittsburgh Penguins mit 4:3 nach Penalty-Schießen. Dabei bereitete Goc den zweiten und dritten Treffer durch Jordin Tootoo und Shea Weber vor. Der 26-Jährige hatte zuvor vier Partien wegen einer Verletzung pausieren müssen.

Eine empfindliche Niederlage gab es hingegen für Ehrhoff. Der Verteidiger verlor mit den Vancouver Canucks bei den Minnesota Wild mit 2:6. Auch Ehrhoff gab zwei Torvorlagen. Dennoch war die Partie Mitte des Schlussdrittels beim Stand von 5:1 für die Gastgeber bereits entschieden.

Das olympische Eishockey-Turnier beginnt am Dienstag. Die DEB- Auswahl ist einen Tag später gegen Turin-Olympiasieger Schweden erstmals gefordert. "Die Mannschaft ist sehr konzentriert, macht einen sehr guten Eindruck und arbeitet sehr effizient", urteilte Reindl.

Christian Hollmann und Heiko Oldörp, DPA / DPA

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