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Olympia in Vancouver: Eishockey: Dritte Niederlage für deutsches Eishockey-Team

Tag des offenen Tors: Auch im dritten olympischen Spiel konnte die deutsche Eishockey-Auswahl nicht überzeugen und verlor gegen Weißrussland.

Sieglos, punktlos, aussichtslos: Das deutsche Eishockey-Team hat bei Olympia auch sein letztes Vorrundenspiel verloren und muss in der Playoff-Runde einen Top-Gegner fürchten. Die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp unterlag in Vancouver gegen Weißrussland unglücklich mit 3:5 (1:1, 0:1, 2:3). Verteidiger Dennis Seidenberg (6. Minute) schoss im dritten Auftritt endlich den ersten Turniertreffer für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB), aber Alexej Ugarow (11.), Alexej Kaljuschni (29.) und Sergej Kostizyn (52.) drehten die Partie.

John Tripp (52.) und Marcel Goc (53.) glichen noch einmal aus, ehe Ruslan Salei (55.) und erneut Kaljuschni (59.) die Partie entschieden. Damit beenden die Krupp-Schützlinge die Vorrunde als Elfter und könnten am Dienstag im Kampf um den Viertelfinal-Einzug auf eine der Eishockey-Weltmächte treffen. Die Entscheidung über den Kontrahenten fällt am "Super-Sonntag", wenn im Canada Hockey Place die sechs stärksten Mannschaften aufeinandertreffen.

Guter Start

Das DEB-Team erwischte einen blendenden Start. Nach insgesamt 125 Minuten und 39 Sekunden auf dem olympischen Eis brach Dennis Seidenberg endlich den "Torfluch" und erzielte nach feiner Vorarbeit von Kapitän Marco Sturm das ersehnte Premierentor. Zuvor waren Krupps Cracks beim 0:2 gegen Olympiasieger Schweden und beim 0:5 gegen Finnland noch erfolglos geblieben. Doch nur fünf Minuten später schlugen die Weißrussen zurück, als ein Schussversuch von Michael Bakos abgeblockt wurde und Alexej Ugarow nach feinem Solo den Ausgleich markierte.

Im zweiten Drittel drängte das deutsche Team mit Macht auf die erneute Führung, und wurde das zweite Mal kalt erwischt. Kaljuschni umkurvte die Verteidiger Bakos und Chris Schmidt wie Slalomstangen und ließ auch dem hilflosen Thomas Greiss im deutschen Tor keine Chance - 1:2. Zuvor hatten Marcel Müller und Sturm erneut einen Beleg für die Abschlussschwäche des DEB-Teams geliefert. Als Kostizyn acht Minuten vor dem Ende zum 3:1 für den Weltranglisten-Achten traf, schien die Partie gelaufen.

Untergang in Unterzahl

Doch nur 60 Sekunden später waren die Deutschen zurück im Spiel. Tripp und Goc belohnten ihr Team für das unermüdliche Anrennen. Auf der Bank ballte Krupp die Fäuste, seine Spieler fletschten die Zähne. Die Hoffnung währte nur kurz. Alexander Sulzer musste auf die Strafbank, Salei nutzte die Überzahl. Kaljuschni setzte den Schlusspunkt.

Mit einem 6:0-Sieg gegen Außenseiter Lettland beendeten die Slowaken die Vorrunde. Die einseitige Partie war nach Toren von Lubomir Visnovsky, Richard Zednik, Jozef Stümpel, Michal Handzus und Marian Hossa bereits nach dem zweiten Drittel entschieden. Ivan Baranka sorgte im Schlussdrittel für den Endstand. Zu ihrem ersten Turniererfolg kamen die Schweizer, die Norwegen mit 5:4 nach Verlängerung besiegten. Das entscheidende Tor erzielte Roman Lemm. Auf norwegischer Seite gelang Stürmer Tore Vikingstad von den Hannover Scorpions aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ein Hattrick.

Von Heiko Oldörp, DPA / DPA

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