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Bangen um Olympia Turn-Star Boy verletzt, Spiridonov schon draußen


Am Samstag geht es für die Turner um die Tickets nach London. Doch fünf Tage vor der Qualifikation hat sich Philipp Boy einen Rückennerv geklemmt und leidet unter starken Schmerzen.

Philipp Boy bangt um Olympia, Eugen Spiridonov muss den Traum von London begraben. Der Cottbuser Vize-Weltmeister Boy hat sich am Montag im Training erneut eine schmerzhafte Rückenverletzung zugezogen und muss nun um seinen Start bei der entscheidenden Olympia-Qualifikation am Samstag in Frankfurt am Main zittern.

"Jeder, der das schon mal hatte, weiß, was das für ekelhafte Schmerzen sind. Von einer schönen Nacht kann da auch nicht gerade die Rede sein", berichtete der deutsche Turnstar auf seiner Facebook-Seite. Der 24-Jährige machte aber noch keine Angaben zu einem möglichen Startverzicht am Samstag. Wie erste Untersuchungen ergaben, klemmte sich Boy am Montag bei Sprungübungen eine Nervenwurzel im Rücken ein, möglicherweise könnte aber auch die Bandscheibe betroffen sein. Boy klagt bereits das gesamte Jahr über Verletzungen, die einen kontinuierlichen Formaufbau behindern. Neben einer Entzündung des rechten Schlüsselbeins bremste den Cottbuser eine Handgelenksverletzung. Bei der ersten Olympia-Qualifikation im Rahmen der deutschen Meisterschaften in Düsseldorf verletzte er sich auch noch an der Kapsel des linken Fußes. "Man, wann hört das endlich auf? Am Wochenende ist Olympia-Qualifikation und ich sitze beim Arzt rum", schimpfte Boy angesichts dieser Verletzungssträhne über das soziale Netzwerk Facebook.

Spiridonov wegen Schulterverletzung nicht dabei

Eugen Spiridonov muss hingegen seinen Hoffnungen auf einen Olympia-Start in London begraben. Der 30-jährige Routinier aus dem Saarland meldete sich am Dienstag für die letzte Qualifikation verletzungsbedingt ab.

"Hauptproblem ist seine rechte Schulter, dies ist vor allem für Ringe maßgeblich. Teamarzt Hans-Peter Boschert sagte, er solle trotz des wichtigen Wettkampfes auf einen Einsatz verzichten", erklärte Cheftrainer Andreas Hirsch, dem damit eine Variationsmöglichkeit bei der Besetzung der Riege genommen ist. Das deutsche Turn-Team soll am 4. Juli durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nominiert werden.

Sollte Boy für Frankfurt absagen müssen, würden sich die Probleme für Trainer Hirsch verschärfen, denn der Cottbuser galt neben nach deutschen Meisterschaften in Düsseldorf neben Champion Fabian Hambüchen und Barren-Europameister Marcel Nguyen für die London-Riege als gesetzt. Hirsch wollte sich zur neuerlichen Verletzung von Boy am Dienstag noch nicht äußern und erst einmal mit den Fachärzten die Situation besprechen.

Frank Thomas, DPA DPA

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