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Olympia 2012 in London: Ein Google-Doodle fürs Wasserspringen

Sie sind die Künstler der Akrobatik: Wenn Turm- und Kunstspringer ins Wasser eintauchen, glänzen sie mit Schrauben, Drehungen und Salti. Seit 1904 ist das Wasserspringen eine olympische Disziplin.

Von Marie Fleischhauer

Seit wenigen Tagen steht in London alles im Zeichen des Sports. 10.500 Athleten sind in die britische Hauptstadt gereist, um in 26 verschiedenen Sportarten gegeneinander anzutreten. Die Aufmerksamkeit, die die Olympischen Sommerspiele erhalten, zeigt sich auch in der Netzwelt: So präsentiert Google auf seiner Startseite jeden Tag eine neues Doodle, das verschiedene Sportarten abbildet. Heute ist das Wasserspringen an der Reihe.

Bei der Sportart Wasserspringen unterscheidet man die Varianten Kunstspringen, Turmspringen und Synchronspringen. Aus unterschiedlichen Höhen und mit verschiedenen Techniken springen die Sportler ins Wasser und versuchen dabei, möglichst geräuschlos ins Wasser zu entgleiten und dabei so wenige Spritzer wie möglich zu machen. Die Sprünge bestehen aus Salti, Schraubenbewegungen und Drehungen. Beurteilt werden die Sprünge von sieben Kampfrichtern auf einer Skala von 0 bis 10.

Die Sportart Wasserspringen hat sich ab dem 18. Jahrhundert in Deutschland und Schweden entwickelt. Davor galt Wasserspringen als militärische Ausbildung und wurde bereits im 8. Jahrhundert vor Christus im antiken Griechenland ausgeübt. Erst mit der Aufnahme ins Olympische Programm im Jahr 1904 verbreitete sich die Sportart in andere Länder und erlangte Popularität.

USA - erfolgreichste Wasserspringnation bei Olympia

Bei den Olympischen Sommerspielen in London treten die Männer und Frauen in acht Wettbewerben gegeneinander an - im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett und Turmspringen vom Zehn-Meter-Turm - jeweils alleine und im Synchronwettbewerb. Am heutigen Wettkampfstag treffen die Frauen im Synchronspringfinale vom Drei-Meter-Brett aufeinander - allerdings ohne deutsche Beteiligung. Die Medaillenhoffnung ruhen auf dem Duo Patrick Hausding und Sascha Klein, die am Montag im Turm-Synchronwettbewerb antreten. Vor vier Jahren in Peking hatte das Team olympisches Silber gewonnen und diese Platzierung vor einem Jahr bei der WM in Shanghai bestätigt.

Die meisten olympischen Erfolge im Wasserspringen konnte bisher die USA einheimsen. Mit 131 Medallien liegt die Nation hinter China, deren Sportler alllerdings seit der Olympiade 1984 tonangebend sind. Das deutsche Team liegt auf Platz drei der erfolgreichsten Nationen, mit insgesamt 32 Medaillen. Ganz oben auf dem Treppchen stand Deutschland zuletzt 1980, als Falk Hoffmann und Martina Jäschke in Moskau für die DDR Gold holten. Bei den vergangenen Olympischen Spielen in Peking holten Ditte Kotzian und Heike Fischer beim Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett die Bronzemedaille.

Der erfolgreichste Springer bei den Männern ist der US-Amerikaner Greg Louganis, der zwischen 1976 und 1988 viermal Gold und einmal Silber gewinnen konnte. Bei den Frauen liegt die Chinesin Guo Jingjing an der Spitze. Sie holte zwischen 2000 und 2008 insgesamt vier Gold- und zwei Silbermedaillen.

Marie Fleischhauer

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