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Christoph Harting gewinnt Gold: Das Trikot blieb diesmal ganz

Was für ein Krimi. Mit dem letzten Versuch schafft Christoph Harting, was vier Jahre zuvor seinem Bruder Robert gelang: ein Olympiasieg im Diskuswurf. Bronze holt der Wattenscheider Daniel Jasinski.

Diskuswefer Christoph Harting präsentiert stolz seine Goldmedaille.

So sehen Sieger aus: Diskuswefer Christoph Harting präsentiert stolz seine Goldmedaille.

Er zerriss sein Trikot nicht. Anders als sein Bruder Robert vier Jahre zuvor in London posierte Christoph Hartings nach seinem olympischen Sensationsgold mit dem Diskus nicht für die Fotografen. Im Gegenteil - er will ganz anders sein. "Extrovertierte Menschen wollen wahrgenommen werden. Ich bin ein introvertierter Mensch und fühle mich völlig unwohl hier", sagte Christoph Harting am Samstag bei der Sieger-Pressekonferenz. Erst dort kommentierte er seinen Coup von Rio de Janeiro, aber beantwortete keine einzige Frage.

Zuvor hatte sich Christoph Harting nach seinem finalen Gold-Wurf in alle Richtungen verbeugt, dann die Deutschland-Fahne um die Hüften gebunden, ehe er wortlos davongeeilt war. "Er will seine Ruhe haben und seine Leistung sprechen lassen", sagte sein Trainer Torsten Lönnsfors zum kommentarlosen Verschwinden des Sensationssiegers. Nach dem unglaublichen Finale im olympischen Diskus-Krimi fügte der Coach hinzu: "Der Titel bleibt in der Familie."


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