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27. Rallye Dakar: 8. Etappe wird nicht gewertet - wegen Sandsturm

Ein Sandsturm am Rand der Sahara hat die Veranstalter gezwungen, die 8. Etappe der Rallye Dakar nicht zu werten. Noch schlimmer: Viele Fahrer werden vermisst.

Wegen eines Sandsturms über den Ausläufern der Sahara konnte die 8. Etappe der Rallye Dakar am Freitag nicht gewertet werden. Zudem suchten die Organisatoren immer noch nach Fahrern, die am Vortag auf der "Königsetappe" über 660 km von Zouérat nach Tichit in der mauretanischen Wüste gestrandet waren und vermisst werden.

Die Veranstalter teilten mit, dass bis zur offiziellen Schließung der Zeitkontrolle am Freitag um 14.30 Uhr nur 217 der 410 Autos, Motorräder und Trucks das Ziel der Donnerstags-Etappe in Tichit erreicht hatten. 35 Piloten gaben auf. Über den Verbleib der anderen 158 Fahrzeuge und ihrer Besatzungen machten die Organisatoren keine Angaben. Auch über die Zahl der Verletzten wurde nichts bekannt.

Hubschrauber konnten nicht starten

Die Entscheidung zur Annullierung der 8. Etappe trafen die Organisatoren, weil die zur Sicherheitsüberwachung eingesetzten Hubschrauber wegen der schlechten Sichtverhältnisse am Freitag nicht starten konnten. Die Teilnehmer fuhren auf einer Verbindungsstrecke direkt von Tichit ins Zentral-Biwak in Tdjikja. Damit bleibt Vorjahressieger Stéphane Peterhansel (Frankreich) im Mitsubishi Pajero an der Spitze. Dritte ist die Kölnerin Jutta Kleinschmidt im VW Race-Touareg mit einem Rückstand von 22:44 Minuten.

"Was mich jetzt beschäftigt, sind die verletzten Fahrer. Ich hoffe, dass das Wetter bald besser wird, um Hubschrauber nach ihnen schicken zu können", erklärte Rallyeleiter Etienne Lavigne am Freitag. In der Nacht zuvor hatte die Organisation mehrere Jeeps in die Wüste geschickt, um nach Vermissten zu suchen und diese mit Benzin zu versorgen.

Andrea Mayer (Hiemenhofen) saß stundenlang wegen einer Panne am Benzinsystem mit ihrem Mitsubishi L200 in der Wüste fest. Die letztjährige Dakar-Fünfte wurde von einem Truck aufgespürt, der sie ins Biwak schleppte, wo sie gegen 1.00 Uhr in Nacht erschöpft ankam. "Wir konnten nichts tun, nur warten. Wir saßen lange beim Auto, bis uns endlich ein Truck fand." In der Gesamtwertung belegt Andrea Mayer weiter den 17. Platz; ihr Rückstand auf Peterhansel beträgt aber schon 7:14:15 Stunden.

DPA / DPA

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